Seminar für jugendliche Helfer

+
Referent Christian Kroll informierte die Teilnehmer des Orientierungswochenendes des Jugendrotkreuzes Lüdenscheid-Altena über den Aufbau und die Struktur der Organisation.

SCHALKSMÜHLE - Im Jugendzentrum Wansbeckplatz fand jetzt erstmals ein Orientierungswochenende des Deutschen Jugendrotkreuzes (JRK) Altena-Lüdenscheid statt. 15 Jugendliche aus Hemer, Kierspe, Lüdenscheid und Schalksmühle nahmen an dem Lehrgang teil.

Wenn die Mitglieder des JRK Altena-Lüdenscheid das zwölfte Lebensjahr erreicht haben, können sie an einem Einführungskurs im Rahmen eines Orientierungswochenendes teilnehmen. Hier werden den Jugendlichen Themen vermittelt, die für den späteren Einsatz im JRK und auch im Deutschen Roten Kreuz (DRK), dem Jugendliche ab 16 Jahren beitreten können, wichtig sind.

Die zweitägige Veranstaltung, die in den vergangenen Jahren in unterschiedlichen Rot-Kreuz-Heimen durchgeführt wurde, fand jetzt erstmals in Schalksmühle statt. Die Referenten Alessa Held (Kreisleitung JRK Altena-Lüdenscheid), Tim Gijbels und Jan Schwarze (beide Leiter des Jugendrotkreuzes Kierspe), Christian Kroll (AG Notfalldarstellung DRK Westfalen-Lippe) und Sabine Schulte-Hagenkord (Leiterin Jugendrotkreuz DRK Hemer) vermittelten den Teilnehmern die Grundlagen für die aktive Arbeit beim Jugendrotkreuz und beim DRK.

Themen waren unter anderem die Genfer Konvention, die Geschichte des DRK, dessen Aufbau und Struktur sowie die sieben Grundsätze des DRK (Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität).

Auch die Grundsätze des Jugendrotkreuzes, die in Teilen von denen des DRK abweichen, waren ein Thema im Rahmen des Orientierungswochenendes. „Das Jugendrotkreuz kann zum Beispiel im Gegensatz zum DRK auch politisch aktiv werden und Position beziehen“, erklärte Kreisleiterin Alessa Held.

Aber auch weniger theoretische Themenbereiche wie zum Beispiel die Unfalldarstellung standen an diesem Wochenende auf dem Programm. Dabei gilt es, zu Übungszwecken ein möglichst realistisches Unfallszenario zu entwerfen und mit Hilfe einer wirklichkeitsnahen Darstellung von Verletzungen und Wunden für die Einsatzkräfte erlebbar zu machen, die dabei praxisnah ihr Können unter Beweis stellen sollen.

Im Rahmen des Orientierungswochenendes gab es zwischen den Unterrichtsteilen auch immer wieder Phasen, wo die Jugendlichen die zahlreichen Unterhaltungsangebote der Einrichtung nutzen konnten. „Die Atmosphäre gestalten wir bewusst sehr locker, was auch daran erkennbar ist, dass es hier am Ende keine Prüfung, sondern nur eine Teilnahmebescheinigung gibt“, sagte Alessa Held. Diese müssen die Mitglieder des Jugendrotkreuzes allerdings vorlegen können, wenn sie wichtige Funktionen und Aufgaben innerhalb der Gemeinschaft übernehmen möchten.

Beim Jugendrotkreuz mitmachen können bereits Kinder ab sechs Jahren. Zum Deutschen Roten Kreuz wechselt man im Alter von 27 Jahren, sofern man kein wichtiges Amt im Jugendrotkreuz ausübt. Weitere Informationen gibt es unter www.drk-im-mk.de.

Von Björn Othlinghaus

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare