Selbstgemachte Hoffnungsträger

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Monika Dahlhaus und Annette Schlycht überreichten Oberschwester Annette Harnisch (Mitte) 14 neue Herzkissen.

Schalksmühle/Lüdenscheid -  Ein Herz für die Seele, ein Zeichen für die Unterstützung: Am Dienstag übergab der Kreativverein Schalksmühle 14 Herzkissen an Oberschwester Annette Harnisch im Brustzentrum des Klinikums Hellersen. Die selbstgenähten Spenden überreichten Monika Dahlhaus und Annette Schlycht.

Mit der Hilfe von insgesamt acht Frauen des Vereins wurden die Kissen in mühevoller Handarbeit selbsthergestellt. „Die Idee hatten wir durch den Kontakt zu Schwester Annette“, erklärte Dahlhaus. „Eine stopfte, die andere hat genäht, so dass die Arbeitsteilung für den guten Zweck prima geklappt hat.“

Pro Jahr braucht die Station rund 140 Herzen. Insgesamt sind bisher rund 300 Kissen genäht worden, die den Patienten jede Menge Hoffnung und Unterstützung geben sollen. „Jeder Patient bekommt von uns ein Kissen und eine aufmunternde Karte geschenkt. Es symbolisiert nicht nur, dass an die Kranken gedacht wird, sondern es unterstützt auch den Heilungprozess nach einer Operation, wenn zum Beispiel der Lymphknoten entfernt wurde. Unter den Arm geklemmt, schützt und entlastet es die Wunde“, sagte Harnisch.

Die Oberschwester, die auch bei der „Frauenselbsthilfegruppe nach Brustkrebs Lüdenscheid“ tätig ist, wusste nur Gutes über die ehrenamtliche Aktion zu berichten. „Die Patienten freuen sich alle über die Geste. Wir bekommen von diversen Gruppen viel Unterstützung, die sich die Mühe machen, die Herzen zu nähen.“ Mittlerweile werden die herzförmigen Stoffkissen auch in der Palliativstation verschenkt, worüber sich die schwerkranken Patienten freuen.

Die ursprüngliche Idee zur Aktion „Herzkissen“ stammt von der dänischen Krankenschwester Nancy Friis-Jensen, die die Aktion in Amerika kennenlernte und mit nach Europa brachte. Deutschlandweit gibt es mittlerweile diverse Herzkissen-Netzwerke, die mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit den Krebspatienten Unterstützung geben möchten. Ein großer Erfolg ist die Aktion Herzkissen auch in Brasilien, wo sie weit verbreitet ist.

Der nächste Termin in Schalksmühle zum gemeinsamen Nähen, Karten schreiben und Plaudern ist der 26. Juni. Zwischen 18 bis 20.30 Uhr kann jeder Interessierte, der den guten Zweck unterstützen möchte, in den Räumen der Evangelischen Freikirche an der Beethovenstraße 2 in Lüdenscheid vorbeischauen. Die „Frauenselbsthilfegruppe nach Brustkrebs Lüdenscheid“ trifft sich jeden zweiten Donnerstag im Monat von 17.30 bis 19 Uhr im Haupthaus des Klinikums im Seminarraum E 717. - bf

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