Neuer Hydraulikstempel in Schwimmhalle verbaut

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Gemeinsam installierten Bademeister Klaus Heuckelbach (re.) und Jürgen Schmidt den schweren Stempel.

Schalksmühle - Dass es draußen ein wenig abgekühlt ist, freut Schwimmmeister Klaus Heuckelbach und Jürgen Schmidt von der Firma „Wolf & Bierkamp“ sehr. Auf diese Weise kommt hin und wieder ein frischer Luftzug durch die geöffnete Tür des Schwimmbades im Schulzentrum Löh, das die beiden mit einem neuen Hydraulikstempel ausstatten müssen.

Hierzu – und auch zur Durchführung allgemeiner Wartungsarbeiten – wurde sämtliches Wasser aus dem Becken abgelassen. Das Auswechseln des Stempels ist, zumindest phasenweise, harte Knochenarbeit. Denn die massive Stahlwalze, die gemeinsam mit drei weiteren „Kollegen“ den schweren Boden des Bades jeden Tag auf- und absenken muss, wiegt rund 90 Kilo.

Nur wenn die vier Hydraulikstempel einwandfrei funktionieren, kann der Beckenboden für Wassertiefen zwischen 30 und 180 Zentimeter reguliert werden. „So ein Stempel verschleißt nach etwa 15 Jahren“, erklärt Schwimmmeister Heuckelbach. „Dann bilden sich scharfe Kanten, die die Dichtungen kaputt machen, und ein Teil der 170 Liter Hydraulikflüssigkeit im System kann austreten.“ Das ist zwar für die Schwimmer nicht dramatisch, da es sich bei der Flüssigkeit aus hygienischen Gründen nicht um Öl, sondern um eine Substanz auf Seifenbasis handelt.

Aber auch weitergehende Schäden an der Anlage sind mit der Zeit nicht ausgeschlossen. Somit ist es wichtig, die Stempel nach einer gewissen Zeit auszutauschen, und zwar, bevor sie komplett den Geist aufgeben. Also musste der Boden hochgefahren werden, damit eine Begehung des Raumes darunter möglich war. Außerdem galt es, den Kachelboden über dem Stempel aufzustemmen, um das verschlissene Stahlteil, nachdem es von allen Befestigungen gelöst worden war, mit einer Winde an die Oberfläche zu heben.

Ein körperlich besonders anstrengender Arbeitsschritt war es, den neuen Hydraulikstempel für den Einbau zu präparieren und unter anderem verschiedene Dichtungsringe überzustreifen, wozu das schwere Gerät mehrfach von Hand angehoben werden musste.

„Ich mache das nun schon seit 30 Jahren, da können Sie sich vorstellen, wie so etwas den Körper beansprucht“, meint Jürgen Schmidt. Den Einbau des neuen Hydraulikstempels brachten die Männer am Donnerstag komplett hinter sich, so dass Maurer und Fliesenleger gestern das Loch schließen und die Schönheitsarbeiten vornehmen konnten.

Danach muss im Anschluss an das Einfüllen des neuen Wassers erst noch die Filter- und Umwälzanlage eingehend überprüft werden. Wiedereröffnet wird die Schwimmhalle nach den Sommerferien.

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