Schweizer Spezialisten übernehmen Felssicherung

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Der Kempmann-Kran hebt eine ferngesteuerte Winde in die Wand oberhalb des Gerätehauses. Baustellenleiter Ruedi Degelo (links) erläuterte Wolfgang Spidlen vom Fachbereich Bauen und Bürgermeister Schönenberg den Fortgang der Arbeiten.

SCHALKSMÜHLE ▪ Ein Team aus neun Spezialisten hat am Montag mit der Felssicherung hinter dem Schalksmühler Feuerwehrgerätehaus begonnen. Ruedi Degelo, Leiter der Felssicherung beim Schweizer Unternehmen Felstechnik Gasser, wird zusammen mit seinen acht Kollegen in den kommenden sechs Wochen die Wand im aufgelassenen Steinbruch abfangen und an mehreren Stellen mit Netzen versehen.

Die Dimensionen dieser Baustelle seien nicht außergewöhnlich, sagte Degelo. Neu ist für das Team das Material – mit Grauwacke hatten es die Schweizer noch nicht zu tun. Am Montag sind mehrere Tonnen Material angeliefert worden: Felsanker in unterschiedlichen Längen, Drahtseile, Steinschlagnetze, ferngesteuerte Winden und vieles mehr. Aus der Schweiz hat das Unternehmen seinen eigenen Schreitbagger mitgebracht. Das Spezialfahrzeug kann sich in steilen und unwegsamen Gelände auf einer Achse und zwei Auslegern fortbewegen. „Ich habe versucht, so eine Maschine hier zu mieten, aber das war nicht möglich“, erklärte Degelo.

Ein Autokran der Firma Kempmann hat den Spezialbagger an den Fuß der Steilwand gehoben. Dort legt er auf 40 Meter Breite eine zur Wand geneigte Fläche an, damit herabfallendes Gestein nicht wieder auf das Feuerwehrgerätehaus oder den Vorplatz fallen kann.

Im Zuge der weiteren Bauarbeiten wird ein 40 Meter langer und fünf Meter hoher Fangzaun errichtet. Zwei weitere Fangzäune sollen etwa auf halber Höhe in der Wand überm Gerätehaus und über dem Carport des Bürgerbusses entstehen.

Bürgermeister Jörg Schönenberg und der Beigeordnete Wolfgang Spidlen hießen Ruedi Degelo und sein Team gestern in der Volmegemeinde willkommen. Die Männer wohnen in Ferienwohnungen im Strücken. Spidlen zeigte sich erfreut, so ein renommiertes und erfahrenes Unternehmen wie Gasser für die Aufgabe gefunden zu haben. Die Planung hat das Ingenieurbüro Louis, ebenfalls aus der Schweiz, übernommen. Die Gemeinde investiert rund 700 000 bis 800 000 Euro in die Felssicherung. Nach der Fertigstellung sind dann alle Vereins- und Feuerwehrräume im Gerätehaus wieder zugänglich. ▪ bomi

http://www.felstechnik.ch

http://www.louis-weggis.ch

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