Ruhe bewahren im Corona-Chaos

Schulwoche im Lockdown mit Corona-Fall

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In der Grundschule Spormecke ist in diesen Tagen weniger los.

Noch bis diesen Freitag sind die Schulen in der Gemeinde geöffnet. Doch wegen der Verlängerung der Ferien wird dort erst am 24. Dezember Ruhe einkehren.

Schalksmühle – Einige Kinder werden das Betreuungsangebot in Anspruch nehmen müssen und von Montag bis Mittwoch noch zur Schule kommen.

An der Grundschule Spormecke warf ein Corona-Fall den rasch aufgestellten Plan, um nach der Aufhebung der Präsenzpflicht den Spagat zwischen Homeschooling und klassischem Unterricht zu schaffen, über den Haufen.

Die Eltern und die anderen Kollegen seien unverzüglich informiert worden. Das Gesundheitsamt betreibe die Kontaktverfolgung. Zwei Reihentestungen mit den Kindern in Lüdenscheid stehen auf dem Programm. Die Schule regele das weitere Vorgehen dazu, heißt es.

61 Kinder befinden sich in Quarantäne

Insgesamt mussten 61 Kinder und zwei Lehrkräfte in Quarantäne. Die Zahl der Schüler, die auf Distanz unterrichtet wurden, erhöhte sich damit schlagartig. Zudem ließen viele Eltern ihre Kinder aufgrund des Corona-Ereignisses zuhause. Unter dem Strich waren so nur 21 Schüler vor Ort. „Es ist zu keinem Unterrichtsausfall gekommen. Die Kinder wurden mit Material für zuhause versorgt“, erklärt Schulleiter Ralf Gensmann. Das Homeschooling hält er angesichts des massiv gestiegenen Ansteckungsrisikos prinzipiell für gut. In Zukunft werde man weiter an einem Konzept zur Gestaltung dieser Unterrichtsform feilen.

Kritik übt Ralf Gensmann aber an der Informationspolitik der Landesregierung. „Ich würde mir wünschen, dass das Land zunächst klare Anweisungen an die zuständigen Stellen schickt und erst dann Pressemitteilungen veröffentlicht.“ Es hätte in der vergangenen Woche viele Missverständnisse bezüglich der Ferienregelung und des Distanzunterrichtes gegeben. Zudem wäre die Vorbereitung auf solche Änderungen einfacher, wenn die Schulen früher informiert werden würden.

Drei Kinder müssen betreut werden

Der Bedarf an Betreuung halte sich in der kommenden Woche in Grenzen, so der Schulleiter. Bislang seien nur drei Kinder angemeldet. Durch die neuen Regelungen der Corona-Schutzverordnung sei die Lage an der Schule trotz des Vorfalls entspannt. Das Wichtigste sei, dass man so die Infektionskette unterbrochen hat.

Primusschule: Homeschooling ist mittlerweile erprobt

Trotz des spontanen Handlungsbedarfs seitens der Verantwortlichen verlief die Woche an der Primusschule am Löh ruhig. Alle Eltern seien per E-Mail und über die Homepage über die veränderte Lage aufgeklärt worden, sagt Schulleiterin Astrid Bangert.

Viele Schüler nahmen in Teams oder durch selbstgesteuertes Lernen am Distanzunterricht teil. Das Homeschooling sei mittlerweile an der Primusschule erprobt, die Schüler würden keine Lernfortschritte verpassen. Gleichzeitig wurden rund 150 Schüler im Präsenzunterricht betreut. Auch ab Montag bleibt es entspannt. 20 Kinder werden bis Mittwoch (23. Dezember) in drei Gruppen betreut.

Auch an der Primusschule gab es bereits Corona-Fälle.

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