1. come-on.de
  2. Volmetal
  3. Schalksmühle

Schulmensa im MK kocht nicht nur für Schüler - Essen wird ausgeliefert

Erstellt:

Von: Bettina Görlitzer

Kommentare

Mensaverein Primusschule Schalksmühle
Das Küchenteam der Mensa um Petra Nölle (links) portioniert das Essen für jede Kita-Gruppe. © Görlitzer, Bettina

Nicht nur die Kinder, die die Schule besuchen, werden von der Schulmensa bekocht. Das Essen verlässt auch die Küche - zu anderen Einrichtungen.

Schalksmühle – Von den gerade begonnenen Herbstferien merkt das Mensa-Team in der Primusschule wenig: Zum ersten Mal heißt es dort, wenn auch mit verminderten Kapazitäten durcharbeiten – und zwar nicht nur für die Kinder, die im offenen Ganztag am Löh betreut werden. Mit Beginn des aktuellen Schuljahres hat der Mensaverein als Träger der Schulküche am Löh seine Aktivitäten ausgeweitet – und einen Lieferservice für weitere Einrichtungen eingerichtet.

Seit August bekommen sowohl der offene Ganztag in der Grundschule Spormecke als auch die beiden Kindertageseinrichtungen in Trägerschaft der Gemeinde Schalksmühle in Dahlerbrück und am Wansbeckplatz ihr Essen direkt aus der Küche der Primusschule geliefert. Das bedeutet, dass in den Ferien bis 11 Uhr am Vormittag noch rund 130 Essen gekocht und verpackt werden müssen. In der Schulzeit sind es täglich rund 450.

Die Mensa in der Primusschule hat sich stark entwickelt. Auch ein berühmter Sternekoch war in der Küche bereits zu Gast und mit und für die Schüler frisch und gesund zu kochen.

Lieferung mit dem Bus

Mit dem Bus der Primusschule liefert Daniela Meyer das Essen aus. Für jede Einrichtung gibt es eigene Thermobehälter, die fertig gepackt auf sie warten. die leeren Behälter sammelt sie während der Tour am nächsten Tag wieder ein. Transportwagen hat sie ebenfalls dabei, um schwere Kisten vom Auto bis zur Tür zu schaffen. Betreten darf sie die Einrichtungen aus Infektionsschutzgründen nicht.

Mensaverein Primusschule Schalksmühle
Anja Wolf (rechts) und Daniela Meyer stehen am Montagvormittag vor dem gepackten Bus an der Mensa. © Görlitzer, Bettina

Gefördert wird dieses Projekt des Mensavereins mit mehr als 48 000 Euro aus dem Leader-Förderprogramm. Dieses Geld ermöglichte Schulungen für die Mitarbeiter und Anschaffungen wie Transportboxen und -behälter für die gekochten Speisen. Dabei gibt es allerdings Startschwierigkeiten wegen diverser Lieferengpässe. So fehlen noch ein zusätzlicher Ofen und weitere, insbesondere kleine Transportbehälter. Hinzu komme, dass beim Speiseplan manchmal improvisiert werden müsse, weil selbst der Lebensmittelgroßhandel Lieferschwierigkeiten habe, erzählt Mensaleiterin Petra Nölle.

Allergien & Co. sind ein Thema

Für die Kitas werden die Speisen für jede Gruppe portioniert. Dabei gibt es zwar kein Auswahlgericht, aber das Küchenteam hat eine Liste, in welcher Gruppe auf wie viele Kinder mit bestimmten Allergien oder Unverträglichkeiten, wie auf Gluten oder Laktose, Rücksicht genommen werden muss. Dafür muss es dann Alternativen geben. Derweil läuft die Mensa während der Schulzeit noch unter Coronabedingungen: Selbstbedienung als Salat- oder Nudelbar gibt es noch nicht wieder.

Die Kinder sitzen klassenweise an den Tischen und holen sich auch klassenweise ihr Essen. Bevor die nächste Gruppe kommt, werden Tische und Stühle desinfiziert. Petra Nölle wird von zwei Teilzeitkräften und sechs Personen auf geringfügiger Beschäftigungsbasis unterstützt. Eine weitere Teilzeitkraft für fünf Stunden täglich werde noch gesucht, sagt Anja Wolf, Vorsitzende des Mensavereins.

Auch interessant

Kommentare