Kampf um jeden Zentimeter - Grundschul-Erweiterung gerät ins Stocken

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Die Verbesserung des Raumangebotes an der Grundschule Spormecke stellt alle Beteiligten vor große Herausforderungen.

Schalksmühle - Das Ringen um jeden Zentimeter zur Verbesserung des Platzangebotes für die OGS-Betreuung an der Grundschule Spormecke gestaltet sich immer zäher. Nun bittet Schulleiter Ralf Gensmann – in Absprache mit Bürgermeister, Verwaltung und OGS-Leitung – um weitere Bedenkzeit.

Diese Bitte richtete der Verantwortliche der Grundschule am Mittwoch im Rahmen der gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse für Kinder, Jugend und Schule sowie Bauen und Planen an die heimische Politik. Bereits Anfang des Monats hatten diese für einen Aufschub einer Entscheidung gestimmt, da durch die Stellungnahme des Denkmalamtes und Ergebnisse statistscher Untersuchungen neue Voraussetzungen geschaffen wurden. 

Flächengewinn reduziert sich

Unter dem Strich kristallisierte sich die Variante heraus, nur Räume in der ersten Dachebene des Neubaus zu schaffen. Die Idee, zusätzlich eine zweite Ebene in Form einer Galerie im Spitzboden einzuziehen, wurde aufgrund des so erforderlichen zweiten Rettungsweges verworfen. Somit reduzierte sich die mögliche neue Fläche von 172 Quadratmetern auf 98 Quadratmeter. Dieser Verlust an Platz sorgte bei den Verantwortlichen an der Schule und der OGS-Betreuung für Bauchschmerzen. 

Angedacht war ursprünglich, im Dachgeschoss des Neubaus ein Mehrzweckraum für die Betreuung samt OGS-Büro und Pantryküche zu errichten, die beiden oberen Räume der aktuellen „8 bis 13 Uhr“-Betreuung auch als Büro-/Besprechungsräume nutzbar zu machen, das neu eingerichtete Selbstlernzentrum auch für die Sonderpädagogik/Schulsozialarbeit zu verwenden, den aktuellen Betreuungsraum der OGS wieder als Klassenraum zu verwenden und im vorhandenen Speisesaal den Essensbereich zu verkleinern, sodass maximal 30 Kinder gleichzeitig das Mittagessen einnehmen können (drei Schichten bei 90 Kindern). Damit sollte das Ziel, 90 OGS-Plätzen und maximal 30 „8 bis 13 Uhr“-Plätze umgesetzt werden. Durch die geänderten Voraussetzungen ist es nun aber nicht mehr möglich, die „8 bis 13 Uhr“- und die OGS-Betreuung gemeinsam im Dachgeschoss stattfinden zu lassen. 

Keine handfeste Lösung vorhanden

Zwar haben Schulleiter und OGS-Leitung Alternativen in Betracht gezogen. Doch eine handfeste Lösung liegt derzeit nicht auf dem Tisch. Eine Möglichkeit wäre, über einen An- oder Neubau zu sprechen. Diese Variante, so ergänzte der Bau- und Planungs-Ausschussvorsitzende Klaus Nelius, sei bereits vor einiger Zeit als Plan B erarbeitet worden.

Die Bitte des Schulleiters um mehr Zeit wurde auch von Bürgermeister Jörg Schönenberg unterstützt. Er sieht darin die Möglichkeit, grundsätzliche Dinge mit allen Beteiligten besprechen und Rahmenbedingungen für die weitere Planung aufstellen zu können. Der Ist-Zustand und die Zielsetzung müssten klar sein. Er ist sich sicher, dass man diese Schritte bis Ende Oktober, bis zum Beginn der Haushaltsberatungen für das kommende Jahr, gehen und damit auch eine Richtungsentscheidungen treffen kann. Die anwesenden Mitglieder beider Ausschüsse teilten die Ansicht von Verwaltung und Schulleitung und votierten jeweils einstimmig dafür, den Verantwortlichen mehr Bedenkzeit bis zum Herbst einzuräumen.

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