Besenrein bis Jahresende: Umzug der Realschule läuft

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Die Angestellten des Umzugunternehmens Just aus Lüdenscheid räumen derzeit die Realschulgebäude leer. Der Unterricht findet heute im Verwaltungsgebäude statt – Donnerstag wird schon am Löh unterrichtet. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Es sind gigantische Dimensionen: 600 gepackte Kartons, 352 Kubikmeter Material, sechs Wochen Planungsarbeit. Der Umzug des Realschulzweiges von der Friedhofstraße an den Standort Löh hat Montagbegonnen.

Bunte Punkte und Lagepläne kleben an den Schränken und Tischen. „Dadurch wissen wir, welche Möbel mit sollen und wohin sie kommen“, sagt Frank Obersheimer. Der Gemeindemitarbeiter, der Hausmeister Rüdiger Höhne und acht Angestellte des Umzugsunternehmens Just aus Lüdenscheid haben am Montag mit dem Umzug des Realschulzweiges der Verbundschule von der Friedhofstraße an den Standort Löh begonnen. „Am Donnerstag wird der Unterricht bereits am Löh stattfinden“, weiß Obersheimer. Möglichst wenig Unterrichtsausfall, das war die Devise der Verbundschule und der Gemeinde. Nachdem sich die Schüler der sieben Realschul-Klassen sich am Donnerstag ein wenig eingewöhnt haben, findet am Freitag eine offizielle Begrüßung statt. Die Arbeiten an der Schule sind dann aber noch nicht abgeschlossen. Der Hausmeister Rüdiger Höhne und die vier Reinigungskräfte werden die drei Gebäude bis Jahresende reinigen. „Dann soll alles besenrein sein“, sagt Obersheimer.

Ab Anfang des Jahres beginnt dann für die Mitarbeiter ein neuer Lebensabschnitt. „Niemand wird entlassen – wir finden für alle eine einvernehmlich gute Lösung“, sagt Anja Wolf. Die Fachbereichsleiterin Rat, Personal und öffentliche Ordnung erklärt, dass der Hausmeister ein Betätigungsfeld am Schulzentrum Löh bekommen wird. Die vier Reinigungskräfte sollen auch in anderen Einrichtungen der Gemeinde eingesetzt werden.

Für Rüdiger Höhne wird dies allerdings die größte Umstellung – 90 Prozent seines gesamten Lebens wohnt der 50-Jährige in der Hausmeisterwohnung. Seit 20 Jahren ist er selbst Hausmeister – davor war 26 Jahre sein Vater Eugen aktiv. „Das wird nicht einfach“, sagt Rüdiger Höhne.

Seine Wohnung und die Gebäude könnten bald schon anders genutzt werden. Derzeit besichtigen Interessenten die Immobilien. „Im Dezember wird sich die Politik damit befassen. Derzeit werden Konzepte erstellt. Interessenten gucken sich außerhalb der Schulzeiten um und fangen an zu messen und zu rechnen“, fasst Bürgermeister Jörg Schönenberg zusammen. Derzeit gebe es allerdings noch nichts Konkretes. Nach Informationen unserer Zeitung spielt einer der Interessenten mit dem Gedanken eine Senioreneinrichtung zu errichten. ▪ Matthias Clever

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