Runde 2 für Schrottsammler

Polizei trifft auf alten Bekannten: Mann wieder mit schrottreifem Auto unterwegs

Schrottreifer Kleintransporter erneut aus dem Verkehr gezogen.
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Schrottreifer Kleintransporter erneut aus dem Verkehr gezogen Symbolfoto).

Erst im Januar war der Mann mit seinem Kleintransporter von der Polizei in Lüdenscheid aus dem Verkehr gezogen worden. Mit den zahlreichen Mängeln am Fahrzeug tauchte er nun erneut in Schalksmühle auf. Das hat Folgen.

Schalksmühle/Lüdenscheid – Polizeibeamte kontrollierten in Albringwerde einen Schrottsammler. Bereits auf den ersten Blick machte der Kleintransporter einen sehr bedenklichen Eindruck, wie die Polizei im Märkischen Kreis mitteilt. Und dieser bestätigte sich: Den Polizisten war ein alter Bekannter ins Netz gegangen. Wegen gravierender technischer Mängel war das Fahrzeug bereits Anfang Januar still gelegt worden.

„Akute Lebensgefahr“ durch losen Airbag

Im Januar kontrollierte die Polizei in Lüdenscheid den Altmetallsammler aus Dortmund. Aufgefallen war der Fahrer damals wegen einer spärlichen Beleuchtung am Fahrzeug sowie starkem Rost und undichtem Auspuff. Hinzu kam ein Airbag auf der Fahrerseite, der nur lose ins Lenkrad gelegt und nicht festgeschraubt war – „akute Lebensgefahr“, schrieb die Polizei damals in der Pressemitteilung. Der Kleintransporter wurde still gelegt, die Weiterfahrt untersagt – bis zum Ende vergangener Woche.

Lebensgefahr: Der Airbag liegt nur lose im Lenkrad.

Dieses Mal hatte der Mann eine große Menge Schrott geladen, darunter mehrere Feuerlöscher und Autobatterien ohne Polabdeckungen. Eine Genehmigung zum Schrott sammeln lag nicht vor. Entsprechende Kennzeichnungen wies das Fahrzeug auch nicht auf, teilen die Beamten mit.

Keine Mängel beseitigt

Nach der Kontrolle im Januar hatte der Eigentümer das Fahrzeug umgemeldet und wieder in den Verkehr gebracht. „Inklusive aller Mängel“, heißt es vonseiten der Polizei. Der Fahrer-Airbag lag wieder lose im Lenkrad. Im Falle einer Auslösung bedeutet das Lebensgefahr.

Ein zugezogener Sachverständiger stufte den Wagen erneut als verkehrsunsicher ein. Die Polizisten entsiegelten das Fahrzeug erneut noch vor Ort in Albringwerde und legten dem Mann mehrere Anzeigen vor. Darunter Verstößen gegen Gefahrgutvorschriften, das Kreislaufwirtschaftsgesetz sowie gegen Sozialvorschriften. Der Fahrer musste noch vor Ort eine vierstellige Sicherheitsleistung erbringen.

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