Schrauberkompetenz bei der Motorrad Oldtimer IG

+
Auch eine Dame traute sich unter die schraubenden Männer. Bei Gegrilltem und kühlen Getränken kamen auch viele Besucher zum -Heedfeld.

Schalksmühle - „So ein Wetter hatten wir noch nie. Im vergangenen Jahr haben wir gefroren.“ Bei Sonne satt und frühlingshaften Temperaturen entwickelte sich der Schraubertag der Motorrad Oldtimer IG Schalksmühle-Heedfeld am Samstag zum Besuchermagnet.

Schalksmühle - „So ein Wetter hatten wir noch nie. Im vergangenen Jahr haben wir gefroren.“ Bei Sonne satt und frühlingshaften Temperaturen entwickelte sich der -Heedfeld am Samstag zum Besuchermagnet.

Von Monika Salzmann

Nicht nur Vereinsmitglieder, auch Angehörige befreundeter Clubs fanden den Weg zur Werkstatt des Heedfelders Rudi Mähler, der seine Räumlichkeiten einmal mehr für das Treffen zur Verfügung stellte. „Wir sind spät dran in diesem Jahr“, so der Vorsitzende der Interessengemeinschaft, der immer Rat weiß, wenn jemand mit seinem Zweirad nicht weiterkommt. „Sonst treffen wir uns immer im Februar.“

Aufgrund des Bilderbuchwetters, das förmlich nach draußen zog, verbanden viele den „späten“ Aktionstag mit einer Ausfahrt und warfen ihre Maschinen an. Bald schon parkten alte Schätzchen wie die NSU Konsul Ost (Baujahr 1952) von Gerhard Baytz, eine russische M72 (Baujahr 1952) von Andreas Neumann und viele andere „Oldies“, von ihren Besitzern liebevoll gehegt und gepflegt, dicht an dicht in Rudi Mählers Hof. Lief eine Maschine, mit der vorher etwas nicht stimmte, wieder rund, hieß es: „Jetzt hat der Rudi Hand angelegt. Jetzt läuft sie ganz anders als vorher.“

Besonderes Augenmerk widmeten die Liebhaber historischer Zweiräder am Samstag einer alten MZ TS 150 aus den 70er Jahren, der jüngsten Errungenschaft von Vereinsmitglied Klaus-Peter Kämper. „Wir haben den Motor bereits auseinander genommen und die Fehler entdeckt“, so Rudi Mähler, der im Club als „Erfahrung auf zwei Beinen“ gilt. An die benötigten Reparaturteile zu kommen, sei kein Problem.

„Die Maschine stammt ja aus der ehemaligen DDR. Die Teile sind noch gut erhältlich.“ – „Besser als BMW-Teile“, ergänzte ein anderer. Für ihre Zuverlässigkeit war die MZ einst bekannt. Dass er sie mit der geballten Schrauberkompetenz und dem Fachwissen seiner Vereinskollegen ans Laufen bekommt, ist Klaus-Peter Kämper sicher. „Wir haben für alles unsere Spezialisten im Club.“ Zum Fachsimpeln und Klönen hatte Mähler, der mit seiner auf Hochglanz polierten Tornax Baujahr 1930 das älteste Motorrad der Interessengemeinschaft besitzt, draußen im Hof eine Bierzeltgarnitur aufgebaut.

Bei Herzhaftem vom Grill und Getränken geriet der Schraubertag zu einer geselligen, familiären Angelegenheit. Als einzige Frau war Birgit Wegener-Kämper mit von der Partie. „Diesmal nur als Beifahrerin“, erklärte sie. Regelmäßig nimmt sie an den sonntäglichen Ausfahrten ihrer Motorrad Oldtimer-Kollegen teil. Welche Maschine? „Eine 32 Jahre alte Honda CX 500 C“, so die Antwort. Neben der mehrtägigen Jahresfahrt nach Schwalmstadt-Ziegenhain in Hessen hat die Interessengemeinschaft in diesem Jahr wieder diverse Veranstaltungen in Planung. Am 26. April gilt es beim traditionellen Geschicklichkeitsturnier an der Spormecke Fahrkunst unter Beweis zu stellen. Beginn ist um 14 Uhr. Das große Motorrad-Oldtimer-Treffen im Wildgehege Mesekendahl soll am 5. Juli steigen. Los geht’s um 10 Uhr.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare