Schnelles Internet: Gemeinde stellt Förderantrag

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Frühestens ab 2017 kann in Schalksmühle mit der Verlegung von Glasfaserkabeln begonnen werden.

Schalksmühle - Wenn alles optimal läuft, könnte schon Anfang 2017 in Teilen von Schalksmühle mit der Verlegung von Glasfaserkabeln begonnen werden, um im Zuge des Breitbandausbaus durch Bundes- und Landesmittel auch die Privathaushalte mit schnellerem Internet zu versorgen.

Allerdings könnte sich der Projektbeginn auch bis Mitte 2019 hinziehen. Dies erklärte Tilo Deckert von der Telekommunikationsgesellschaft (TKG) Südwestfalen, die die Kreise und Kommunen in Südwestfalen beim Breitbandausbau unterstützt, am Montagnachmittag den Mitgliedern des Bau- und Planungsausschuss bei der Sitzung im Ratssaal des Rathauses.

Anders als für die Gewerbeansiedlungen, wo der Märkische Kreis im gesamten Kreisgebiet den Zugang zu schnellerem Internet koordiniert, sind die Kommunen für den Breitbandausbau für Privathaushalte in Eigenregie zuständig.

Der erste Schritt ist gemacht

Den ersten Schritt hat die Gemeinde jetzt unternommen und mit Hilfe der TKG einen Antrag auf Fördermittel für Beratungsleistungen in Höhe von 50 000 Euro beim Bund gestellt. In Kürze soll es mit der Durchführung des Markterkundungsverfahrens weitergehen. Dabei werden alle Netzbetreiber abgefragt, ob sie in den nächsten drei Jahren beabsichtigen, bestimmte Gebiete in der Volmekommune in Eigenregie auszubauen, wie beispielsweise die Dokom 21 das Gewerbegebiet Ramsloh im Rahmen des Kreisprojektes. Diese Gebiete würden dann komplett aus der Förderung fallen.

Die Ergebnisse sollen bereits im April vorliegen. Sind diese ausgewertet, soll es mit dem Interessebekundungsverfahren weitergehen. Anschließend müsste sich die Gemeinde, die zehn Prozent der Ausbaukosten selbst tragen muss, für ein Fördermodell entscheiden und könnte im August den Hauptförderantrag einreichen. Im November könnte dann mit der Ausschreibung des Projektes und anschließend mit der Durchführung begonnen werden. „Der Netzbetreiber, der den Zuschlag bekommt, hat dann allerdings – je nach Auftragslage – bis zu drei Jahre Zeit mit den Arbeiten zu beginnen“, sagte Deckert.

Grenzwert an fast keiner Stelle erreicht

Förderfähig ist nahezu das gesamte Gemeindegebiet, weil bisher an fast keiner Stelle der Datenraten-Grenzwert von 50 Mbit/s erreicht wird. „Das gesamte Gemeindegebiet mit Glasfaserkabeln zu versorgen, halte ich bei der Flächenstruktur Schalksmühles allerdings für nicht durchführbar. Für uns wird es deshalb darum gehen, die Lose bei der Ausschreibung so attraktiv zu gestalten, dass möglichst viele Gebiete abgedeckt werden und sich dennoch ein Anbieter findet“, sagte Oliver Emmerichs, Fachbereichsleiter Planen und Bauen der Gemeinde. Und Emmerichs machte auch deutlich: „Der Glasfaserausbau wird natürlich mit Tiefbaumaßnahmen verbunden sein.“

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