Der Schneefräse folgt die „Schneeschleuder“

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Die „Schneeschleuder“ bahnte sich gestern ihren Weg durch den Ramsloh und „pustete“ den Schnee auf die Felder. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Während sich die Kinder derzeit über die tollen Rodelverhältnisse freuen, haben die meisten anderen auch weiterhin mit den bestehenden Schneemassen zu kämpfen. Ob Müllabfuhr, Winterdienst oder Autofahrer –  eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht, weitere Schneefälle nicht ausgeschlossen. Und so sind auch die Mitarbeiter des Schalksmühler Bauhofs im Dauereinsatz, um die Situation zu entspannen.

Neben dem regulären Räumen der Straßen hat beispielsweise in den vergangenen Tagen eine Schneefräse dafür gesorgt, die Schneemassen entlang der wichtigen Linienbusstrecken abzufahren.

Wie Bauhofleiter Peer Heinzer im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte, seien Fremdunternehmen am vergangenen Donnerstag sowie am Dienstag und Mittwoch im Bereich Waldesruh/Stallhaus, Im Winkel/Eichendorffstraße/Am Mathagen sowie am Reeswinkeler Weg/Unterm Ried im Einsatz gewesen, um die Busstrecken vom Schnee zu befreien. „Nun ist der Linienverkehr sowie ein Begegnungsverkehr in diesen Bereichen wieder möglich“, erläutert Heinzer. Abgeladen wurden die Schneemassen auf dem Parkplatz der Glörtalsperre, auf freien Grundstücken im Baugebiet „Im Schlah“ sowie auf Freiflächen im Gewerbegebiet Ramsloh. Gestern Mittag war der Einsatz beendet.

Doch damit nicht genug: Denn auch die so genannte „Schneeschleuder“ ist seit den vergangenen Niederschlägen mit den eigenen Bauhof-Kräften im Einsatz. Dieses Gerät benötige laut Heinzer nur eine Fahrspur und sei in der Lage, den Schnee auf freie Flächen zu „pusten“. Auf diese Weise wurden gestern unter anderem Straßen im Höhengebiet verbreitert. Voraussetzung beim Einsatz sei natürlich immer, dass es auch Flächen gebe, auf die der Schnee dann fallen kann.

Wie Heinzer ankündigte, werde die Schneefräse am Montag noch einmal im Einsatz sein – und zwar im Innenstadtbereich. Mit dem Abtransportieren des dortigen Schnees wolle man vor allem den Einzelhändlern entgegen kommen, indem man ihren Kunden nicht nur freie Fahrt ermögliche, sondern auch Parkflächen anbiete.

Hinsichtlich vorhandener Streusalzmengen sieht es auch in der Gemeinde Schalksmühle „düster“ aus. „Das Salzlager ist leer“, bestätigte Peer Heinzer, „die Vorräte aufgebraucht.“ Die Bauhof-Mitarbeiter hätten deshalb inzwischen auf so genannte „abstumpfende Mittel“ umgestellt. Nicht zuletzt, weil auch eine Nachlieferung in naher Zukunft nicht in Sicht ist, denn: Das Vorrecht auf die täglich 4500 produzierten Tonnen Salz liege bei den Landesbetrieben, um die Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen von Schnee und Eis frei zu halten. Bis Straßen.NRW seine Lager wieder aufgefüllt hat, müsse man sich eben anderweitig behelfen, so Heinzer. ▪ Kerstin Zacharias

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