Schneefälle sorgen für Chaos in Heedfeld

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Erst ab dem späten Vormittag beruhigte sich die Verkehrslage an der L 692 (Autobahnzubringer) wieder. Zuvor reichte der Rückstau von Heedfeld bis auf die A 45.

Schalksmühle - Der Winter ist seit Mittwochmorgen zurück in der Volmekommune. Heftige Schneefälle sorgten auf den Straßen – vor allem in den Schalksmühler Höhengebieten – pünktlich zum einsetzenden Berufsverkehr für eine geschlossene Schneedecke und damit für Chaos.

Auf dem Autobahnzubringer und der Heedfelder Straße sowie in den angrenzenden Gewerbegebieten ging zeitweise fast nichts mehr, weil Lkw sich auf dem teils spiegelglatten Straßenbelag immer wieder festfuhren. Schnell bildete sich am frühen Vormittag von der Autobahn kommend ein langer Rückstau, der bis auf die A 45 reichte.

„Sonst sind wir meist schon vor dem Berufsverkehr unterwegs und sorgen für freie Straßen. Gestern ist der Schnee aber erst ab etwa sechs Uhr liegengeblieben und hat für eine geschlossene Decke gesorgt, so dass wir gut 30 Minuten später mit allen Mitarbeitern und Fremdfirmen im Einsatz waren“, sagte Peer Heinzer, Organisator des Winterdienstes in der Gemeinde.

Auch Streufahrzeuge stecken im Verkehr

Im Höhengebiet, wo Straßen.NRW für die Räumung vieler Straßenabschnitte zuständig ist, ging wenig später bereits nichts mehr. „Auch unsere Fahrzeuge steckten in dem hohen Verkehrsaufkommen fest, wir mussten immer wieder auf Nebenstraßen ausweichen, um zu unseren Einsatzstellen zu kommen. Das hat natürlich Zeit gekostet“, sagte Heinzer.

Ab Mittag waren aber dennoch alle wichtigen Straßen im Gemeindegebiet wieder gut befahrbar und bis zum Feierabend sorgten die Mitarbeiter des Bauhofes auch in den Neben- und Anliegerstraßen für freie Fahrt. „Durch den dauerhaften Schneefall mussten wir viele Straßen mehrfach bearbeiten, haben sicherlich fast 15 Tonnen Salz verbraucht“, sagte Heinzer.

Mehr als 20 Unfälle

Im gesamten Kreisgebiet kam es allein im Berufsverkehr durch die schwierigen Straßenverhältnisse zu weit mehr als 20 Unfällen, zwei ereigneten sich in Schalksmühle. Nach Auskunft der Polizei blieb es bei Blechschäden. Mit massiven Verspätungen zu kämpfen hatten die Busse fast sämtlicher Linien der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG). Besonders betroffen mit bis zu 60 Minuten hinter dem Zeitplan war die Linie 85 von Schalksmühle durch das Hälvertal und Oeckinghausen mit dem Ziel Schulzentrum Halver.

Nach den heftigen Regenfällen der vergangenen Tage – allein am Rosenmontag fiel örtlich mehr als 15 Liter Regen pro Quadratmeter – und dem Schneefall ist der Wasserstand der Volme weiterhin deutlich erhöht. Im Bereich des Volmeparks stellte die Gemeinde deshalb Schilder auf, die wegen Hochwasser das Betreten des Böschungsbereichs nicht erlauben.

Weitere Niederschläge erwartet

Der Volme-Pegel könnte in den nächsten Tagen durchaus weiter ansteigen, denn mit weiteren Niederschlägen ist laut Peer Heinzer zu rechnen. „Wir erwarten bis einschließlich Sonntag vor allem in den Abend- und Nachtstunden Temperaturen um den Gefrierpunkt, so dass stets mit Schnee und Straßenglätte zu rechnen ist. Alle unsere Mitarbeiter bleiben in Alarmbereitschaft“, so der Winterdienst-Organisator.

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