Schmidt: „Ein Schrottplatz in Dahlerbrück reicht“

Ein anthrazit-farbener Opel Tigra Auto steht laut Schmidt seit Monaten „Im Schlüchtern“. Das Fahrzeug behindere dabei den Verkehr.

SCHALKSMÜHLE ▪ „Ich bin über die fortschreitende Verwahrlosung des Ortsteiles Dahlerbrück erschrocken und nicht mehr bereit darüber hinweg zu sehen.“ In einem Brief an Bürgermeister Jörg Schönenberg formulierte Ortwin Schmidt sein Unmut über die Situation in Dahlerbrück.

Da aus der Sicht des UWG-Ratsherrn das Ordnungsamt der Gemeinde für solche Beschwerden Ansprechpartner sei, fügte er dem Schreiben eine Liste bei, die exemplarisch Missstände aufzeigen soll.

So stellte der UWG-Vertreter fest, dass auf dem geschotterten Parkplatz vor der Vereinshütte des SGV-Dahlerbrück (Mühlenweg) „seit geraumer Zeit ein Motorrad abgestellt“ sei. Ortwin Schmidt: „Das Motorrad verliert Öl. Ein großer Ölfleck hat sich unterhalb des Motorblocks gebildet. Verunreinigungen dieser Art sind gemäß Wasserhaushaltsgesetz und Landeswassergesetz bekanntlich untersagt. Ich möchte darum bitten, den Halter zu ermitteln und einen notwendigen Bodenaustausch, auf Kosten des Halters, anzuordnen.“

Fahrzeug behindert seit Monaten den Verkehr

Ein weiteres Anliegen von Schmidt ist ein anthrazit-farbenes Auto, dass ohne Kennzeichen seit Monaten „Im Schlüchtern“ stehe. Das Fahrzeug behindere den Straßenverkehr insbesondere Müllabfuhr und Schneepflug. „Teilweise steht das Fahrzeug im Verkehrsraum der Straße, also auf dem Gebiet der Gemeinde“, stellte Ortwin Schmidt fest. In Gesprächen, die der Ratsherr mit dem Besitzer des angrenzenden Grundstückes geführt habe, stellte sich heraus, dass nie eine Genehmigung zum Abstellen erteilt worden sei.

Daher sieht der UWG-Vertreter die Verwaltung in der Pflicht „dafür zu sorgen, dass das Fahrzeug auf Kosten des Besitzers entfernt wird“. Ob auslaufendes Öl oder Kraftstoffe den Boden verunreinigt haben, konnte er nach eigenen Aussagen nicht feststellen. Auszuschließen sei dies auf Grund des Fahrzeug-Alters jedoch nicht. Ortwin Schmidt: „Ein Schrottplatz im Wohngebiet von Dahlerbrück reicht, wir wollen diesen doch nicht über die jetzigen Grenzen ausdehnen, oder? Dahlerbrück wird nicht schöner, wenn überall Rostlauben herumstehen.“

Auch mit der „Aktion Saubere Gemeinde“ sei das Thema „Dahlerbrück und seine Sauberkeit“ noch nicht vom Tisch. Vielmehr sieht der UWG-Ratsherr nun die Verwaltung in der Pflicht, ihren Möglichkeiten entsprechend, Druck auf die Verantwortlichen auszuüben. „Es muss ein wenig mehr geschehen als nichts.“

Zuständigkeit muss

geprüft werden

Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes, die gestern Vormittag das Schreiben erhielten, prüfen nun die Angelegenheit. „Als erstes müssen wir die Zuständigkeit klären“, sagte Winfried Schindler auf Anfrage der Redaktion. Allerdings sei noch unklar, ob die Gemeinde oder der Kreis als Behörde tätig werden müsse.

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