Schlamm raus, Leben rein

SCHALKSMÜHLE ▪ Ein großes Loch klafft am Wegesrand im Boden, ein riesiger Bagger steht daneben – schwer vorstellbar, dass hier in Dahlhausen schon bald ein idyllischer Teich entstehen soll.

Vor kurzem war das Gewässer kaum noch als solches zu erkennen. Der ehemalige Fischteich wurde seit den 60er Jahren nicht mehr genutzt und im Laufe der Zeit verschlammte er zusehends, bis nur noch ein Tümpel von einigen Zentimetern Tiefe übrig blieb. 2004 übernahm dann der Hegering die Partnerschaft für den fast vergessenen Teich, der direkt an einem beliebten Wanderweg liegt.

Winfried Schindler, der sowohl beim Ordnungsamt als auch beim Hegering aktiv ist, erklärt wie die Zusammenarbeit mit dem Märkischen Kreis die Renaturierung möglich machte. Der Hegering stellte seine Pläne für das Dahlhauser Gewässer vor und die Untere Landschaftsbehörde unterstützte das Vorhaben mit 8 000 Euro.

Die werden unter anderem für den Einsatz von schwerem Gerät benötig. Peter Mockenhaupt bedient als Maschinist einen imposanten Bagger, mit dem er in nur zwei Tagen ein riesiges Loch geschaufelt und den Schlamm aus dem Teich geschafft hat. Jetzt stehen noch die Feinarbeiten an: Mit einem wesentlich kleineren Bagger wird der Lauf des Bäusmecker Bachs noch „profiliert“, wie Schindler es nennt. Dann wird ein Teil des Wassers aus dem Bach in den Teich abgeleitet. Aber allein durch Niederschläge würde sich das klaffende Loch bald füllen.

Für das Drumherum sorgt zum einen der Hegering, der einige Büsche anpflanzen will. Für alles andere sind der Wind oder die Enten zuständig, die Samen an den Teich tragen. „Bald wird er nicht wieder zu erkennen sein,“ verspricht Schindler. Auch allerhand Amphibien wie Erdkröten oder Grasfrösche könnten dann in Dahlhausen ein neues Zuhause finden. Und nach der Renaturierung ist das Gewässer erstmal „fit für die nächsten Jahrzehnte“ und braucht keine weitere Betreuung.

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