Schützenfest in Heedfeld

Hülscheider Schützen: Das Königsjahr ist bald vorbei - ein Blick zurück

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Michaela und Thomas Schimchen geben am Samstag ihre Position als Schützenkönigspaar ab und blicken auf ein tolles Jahr zurück.

Heedfeld - Für Thomas und Michaela Schimchen geht die einjährige Regentschaft als Königspaar der Hülscheider Schützen am Samstag zuende. 

„Ich kann nur jedem Hülscheider Schützen raten, einmal auf den Vogel zu schießen. Ein Königsjahr ist anders als das, was man sich vorstellt – es ist schöner.“ Thomas Schimchen ist 2018 Schützenkönig geworden. Er wählte seine Frau Michael zu seiner Königin. Am Wochenende müssen sie ihre Ämter abgeben. 

Langsam, aber sicher neigt sich das Königsjahr von Thomas und Michaela Schimchen seinem Ende zu. Bis es soweit ist, dass der neue König der Hülscheider Schützen den Vogel von der Stange holt, genießen die beiden Schalksmühler jeden Augenblick ihrer Regentschaft. „Es war ein tolles Jahr“, schwärmt das Ehepaar. „Man wird von allen getragen. Es wird einem im Verein leicht gemacht, mit der Königswürde umzugehen.“ 

Der persönliche Höhepunkt

Thomas Schimchens persönlicher Höhepunkt: das Landeskönigsschießen am 13. Oktober vergangenen Jahres, bei dem er – angefeuert von einer Riesendelegation des Vereins – den 15. Platz belegte. Ein Platz, mit dem er hoch zufrieden ist. 78 Schützenkönige aus ganz Westfalen waren am Start. Die Vorbereitung auf den Wettkampf in Gelsenkirchen mithilfe der Sportschützen ist ihm in überaus positiver Erinnerung geblieben. „Ich habe durch die Sportschützen viel gelernt. Das Training hat richtig Spaß gemacht.“ 

Traditionell eröffnete das Königspaar Thomas und Michaela Schimchen den Tanz beim Schützenball am Schützenfest-Samstag im vergangenen Jahr.

Eine weitere Besonderheit war für ihn die Wangerooge-Fahrt und die Teilnahme der Schalksmühler am Jubiläumsschützenfest des dortigen Schützenvereins. Erst seit sieben Jahren gehört Thomas Schimchen den Hülscheider Schützen an. 

Durch Sohn Philip, der 2013 Jungschützenkönig des Vereins war, begannen sich die Schimchens für das Schützenwesen zu interessieren. Nicht zuletzt durch ihr Königsjahr fühlen sich beide dem Verein enger und tiefer denn je verbunden. Auch auf Tochter Pia, die dem Spielmannszug angehört und amtierende Bürgerschützenkönigin in Remscheid-Lennep ist, ist der berühmte Funke längst übergesprungen. 

Erster Vorgeschmack auf das eigene Königsjahr

Einen ersten Vorgeschmack auf ihr eigenes Königsjahr erhielten die Schimchens 2015 im Königsjahr von Ulli und Gaby Koch, als sie dem Hofstaat angehörten und bereits viel von den Aufgaben und Repräsentationspflichten eines Königspaares mitbekamen. Umgekehrt gehören die Kochs jetzt dem Hofstaat von Thomas und Michaela Schimchen, der sich aus „alten und neuen Freunden“ rekrutiert, an. „Sie sind immer da, wenn wir etwas brauchen.“

Als Majestäten im Mittelpunkt

Daran gewöhnen mussten sich die Schimchens trotzdem, als Majestäten überall im Mittelpunkt zu stehen. „Es war anfangs ungewohnt, als König angesprochen zu werden“, erinnert sich Thomas Schimchen. „Egal, wo man hinkommt: Man ist mittendrin.“ Dass sich sein Amt auch auf sein Privatleben auswirken würde, hätte er dennoch nicht erwartet. Das liebevoll geschmückte Büro, das er als frisch gebackener Regent bei seinem Arbeitgeber vorfand, war für ihn selbst die größte und schönste Überraschung. 

Sie trugen ihren neuen König auf den Schultern: Thomas Schimchen wurde kurz nach dem entscheidenen Schuss gefeiert.

Fast alle Vereinstermine und auswärtigen Veranstaltungen, bei denen es den Verein zu repräsentieren galt, haben die Schimchens in ihrem Königsjahr wahrgenommen. Viele Freundschaften und Kontakte innerhalb und außerhalb des Vereins haben sie geknüpft, Traditionen im eigenen Verein gehegt und gepflegt – und Gepflogenheiten in anderen Vereinen kennengelernt. „Der König ist überall dabei“, erzählt Thomas Schimchen schmunzelnd. Sogar die große Hürde „Reden halten“ hat er gemeistert und notwendige Reden fast frei gehalten. 

Überall waren sie dabei

Ob Jahreshauptversammlungen, Aktivitäten der einzelnen Kompanien, Feste der Vereine im Höhengebiet und Feierlichkeiten befreundeter Schützenvereine: Überall waren und sind König und Königin gerne gesehene Gäste. 

Sogar beim Weckruf am Schützenfestsonntag um 6 Uhr in der Frühe war Thomas Schimchen als frisch gebackener Schützenkönig dabei. „Die Spielleute werden unterwegs sogar zum Frühstück eingeladen“, berichtet er erstaunt. 

Um das besondere Flair des Königsjahres zu erhalten, möchten die beiden tanzfreudigen Schalksmühler auch künftig Festlichkeiten der Vereine im Umkreis besuchen und die geknüpften Kontakte aufrechterhalten – dann im zweiten Glied als Teil der jeweiligen Hülscheider Abordnung.

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