Vorlesetag des Kulturbüros schaurig bis humorig

Jürgen Hellmich startete den Lesereigen mit dem Buch „Ich kann so nicht arbeiten – Geschichten aus dem Büro“. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Ein kaltblütiger Mord im Schnee, lustige Probleme am Arbeitsplatz oder ein Serienmörder in einem englischen Dorf – beim dritten Vorlesetag des Kulturbüros war Sonntagnachmittag von schaurig bis humorig alles dabei.

Unter dem Motto „Leser lesen für Leser“ entführten die Vorleser die knapp 50 Zuhörer im Rathausfoyer in die Welt der Bücher. Das Kulturbüro der Gemeinde hatte hierfür ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt.

Beate Thebrath, Leiterin der Katholisch öffentlichen Bücherei (KöB), moderierte die Vorlesebeiträge an. Jürgen Hellmich, ehemaliges Ratsmitglied, startete den Lesereigen mit dem Buch „Ich kann so nicht arbeiten – Geschichten aus dem Büro“ von Lutz Schumacher: Harald Grützner verlor seine Fahrerlaubnis und ist nun strafversetzt in die Marketingabteilung des Mutterhauses „Global Candy“. Den wahr gewordene Alptraum für den Freiheitsliebenden Protagonisten verfolgten die Zuhörer amüsiert.

Danach wurde es gruselig. Ulrike Biesenbach, stellvertretende Vorsitzende des Pfarrgemeinderates St. Thomas Morus, hatte sich für den Kriminalroman „Der Schneemann“ von dem norwegischen Autor Jo Nesbø entschieden: Ein Serienmörder verbreitet Angst und Schrecken. Seine unschuldigen Opfer sind junge Mütter. Kommissar Harry Hole irrt durch ein Labyrinth aus Verdächtigungen und falschen Fährten. Als seine Freundin Rakel ins Visier des Killers gerät, entwickelt sich ein mörderisches Duell.

Nach einer kurzen Pause, in der das Büchereiteam den Zuhörern Getränke und Gebäck servierte, wurde die gruselige Atmospähre weiter aufgeladen. Karin Trimpop, Lehrerin an der Grundschule Spormecke, las aus dem Erfolgsbuch „Die Chemie des Todes“ des Briten Simon Beckett vor: David Hunter ist Englands erfolgreichster Rechtsmediziner. Nach einem Familienunglück gibt er jedoch seinen Beruf auf, zieht sich in das kleine Dorf Menham zurück und arbeitet inkognito als Landarzt. Eines Tages findet sein friedliches Landleben ein jähes Ende: Spielende Kinder entdecken eine mit Schwanenflügeln ausstaffierte Frauenleiche. Und das ist nur der Anfang einer grausamen Mordreihe. Zum Schluss hatten die Zuhörer dann doch noch etwas zu lachen. Ernstheinrich Schäfer, Realschuldirektor a. D., las Kurzgeschichten aus „Andere Zeiten“, die zum Schmunzeln und Nachdenken anregten.

Zwischen den Vorlesebeiträgen trugen Schüler der Musikschule Volmetal Musikstücke vor. Es spielten: Sabine Trienke (Akkordeon), Jessica Enes (Gitarre), Theresia Gunkel, Nina Turk und Tessa Knitter (Querflöte). ▪ aka

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