Schwarzer Tag endet für Schalksmühlerin vor Gericht

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Symbolbild

Schalksmühle/Unna - „Mein herzliches Beileid“, mit diesen Worten verabschiedete der Richter im Amtsgericht Unna eine Angeklagte aus Schalksmühle. Zuvor hatte er sie wegen fahrlässiger Trunkenheit im Straßenverkehr zu einer Geldstrafe von 200 Euro verurteilt. Es war ein wahrlich tragischer Fall, über den der Vorsitzende zu entscheiden hatte.

Am 21. März war die Frau mit dem Wagen zur Wohnung ihrer verstorbenen Mutter gefahren, um diese leer zu räumen. Bei ihrer Ankunft dann der Schock: Alles sei zerwühlt worden, sogar Bilder von den Wänden gerissen. Mit der Situation überfordert, griff die Angeklagte nach eigenen Angaben nach einer herumliegenden Weinflasche und trank diese leer. 

Das Problem, das ihr letztlich Verhängnis wurde: Anschließend setzte sie sich in ihr Auto und fuhr los. Als sei der Tag nicht unglücklich genug verlaufen, geriet sie auf der A1 in einen Stau – und dann sprang auch noch ihr Wagen nicht mehr an. In der Annahme, der ADAC würde eh nicht durchkommen, alarmierte sie die Polizei. Keine gute Entscheidung, denn sofort nach ihrem Eintreffen bemerkten die Beamten den Alkoholgeruch. 

Tatsächlich hatte die Schalksmühlerin zwei Stunden später noch immer einen Promillewert von 1,28. Ihren Führerschein gab die Frau daraufhin freiwillig ab. Ein Punkt, der sich positiv auf die Urteilsfindung auswirkte. Ebenso wie das leere Vorstrafen- und Verkehrsregister. 

Der Richter zeigte durchaus ein gewisses Verständnis für die Angeklagte. Er führte ihr aber auch deutlich vor Augen, was alles hätte passieren können, wenn sie nicht in den Stau gekommen wäre. Ein Unfall mit Tempo 130 hätte schnell zu Todesopfern führen können. „Es tut mir wirklich sehr leid“, entschuldigte sich die Schalksmühlerin. Sie habe ihre Alkoholisierung nicht so wahrgenommen. Das glaubte ihr der Richter. Zusätzlich zur Geldstrafe verhängte er eine Sperre zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis von fünf Monaten.

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