Ölspur-Saison für die Feuerwehr

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Ölspuren gehören für die Freiwillige Feuerwehr in Schalksmühle dazu. Auf dem Foto ist eine große Verunreinigung an der Bahnhofstraße zu sehen.

Schalksmühle - Ölspuren stellen nicht nur für Verkehrsteilnehmer eine Belastung dar. Auch Feuerwehr und Polizei sind während der Herbst- und Wintermonate häufig in Sachen Straßen-Verschmutzung im Einsatz. Im Gespräch mit der Wehr und der Ordnungsbehörde wurden die vermehrten Einsätze in Schalksmühle thematisiert.

Seit mehreren Wochen vermeldet die Freiwillige Feuerwehr Schalksmühle immer wieder Einsätze, bei denen Schmierstoffe, wie Öl oder Kraftstoffe von den Fahrbahnen im Gemeindegebiet entfernt werden müssen. „Ab Herbst haben wir Ölspur-Saison“, sagt Marc Fürst, Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Schalksmühle. Im Sommer sehe man die Substanzen nicht so stark. aber auf nasser Strecke glänzen die Stoffe.

Seit dem Jahreswechsel ist die Feuerwehr rund fünf Mal zu einer Ölspur gerufen worden. So etwa am 5. Januar. Rund drei Stunden verbrachten die Helfer an der Bergstraße und am Löher Weg, weil dort eine längere Spur gesichtet wurde. Sperrungen gab es in den vergangenen Wochen auch an der Klagebach und am Flaßkamp. 

Am Flaßkamp gab es zwei Einsätze in der letzten Woche.

„Tagsüber entfernt der Bauhof das Öl. Das nimmt uns eine Last von den Schultern. Abends streuen wir dann kleine Sachen selber mit Bindemittel ab. Dazu sind wir verpflichtet. Aber das sind für uns genauso Einsätze wie jeder andere auch. Bei größeren Verunreinigungen rufen wir hingegen eine Fachfirma.“ Den zeitlichen Aufwand bezeichnet der Feuerwehrmann als groß, wenn langes Warten am Einsatzort angesagt ist. 

Das Nervenkostüm der Wehrleute wird teilweise zusätzlich dadurch beansprucht, dass Ölspuren für einige Anwohner und Verkehrsteilnehmer eine so große Belastung darstellen, dass uneinsichtige Personen zurückgehalten werden müssen. In einem Fall räumte jemand selbstständig Pylonen an die Seite, um die gesperrte Straße passieren zu können. „Da fehlt oft die Einsicht, manchmal ist das aber auch verständlich“, räumt Marc Fürst ein. 

Der Einsatz der freiwilligen Helfer sei kostenlos, erklärt Fürst. Es fallen nur Kosten für das Bindemittel und die Fachfirmen an. Wird kein Verursacher ausfindig gemacht, bleibt die Kommune auf den Kosten sitzen, sagt Dietmar Boronowski, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde. Wenn doch ein Verantwortlicher gefunden und die Verunreinigung mutwillig verursacht wurde, dann können hohe Kosten auf ihn zukommen. „In der Regel bezahlt die Haftpflichtversicherung.“ 

Zu einer Anzeige oder Bußgeldzahlung komme es in der Regel nur bei größerer Fällen, wenn durch Fahrlässigkeit etwa Gewässer verschmutzt wurden. Ob es sich bei den Fällen in Schalksmühle um Zufälle oder gar einen Einzelverursacher handelt, kann die Polizei nicht sagen. Boronowski: „Bislang haben wir keine konkreten Ermittlungsansätze.“

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