Schalksmühler Vollservice kostet 110 Euro mehr

SCHALKSMÜHLE – Ganz ohne politische Gegenwehr im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen und Umwelt verlief jetzt die Außerdienststellung des Geschirrmobils der Gemeinde.

Den Anhänger nebst Inhalt konnte jedermann bekanntlich ausleihen, um damit private Feste, Vereinsfeiern oder dergleichen zu beschicken. Die Ausleihe des Anhängers reduzierte sich in den vergangenen Jahren sehr, nur das Geschirr wurde nachgefragt. Die Gemeinde selbst hat das Geschirrmobil beim Ferienspaß des Jugendzentrums und beim Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz genutzt. Das Ende des Anhängers nahte mit dem TÜV-Termin: Für eine neue Plakette wären Reparaturkosten in Höhe von 1500 Euro entstanden. Also hat die Verwaltung den Anhänger verkauft; die alte, reparaturanfällige, aber noch funktionsfähige Spülmaschine ist in ein Feuerwehrgerätehaus gegangen und steht bei Bedarf weiter zur Verfügung. Das Geschirr kann weiter ausgeliehen werden: Es ist im Rathaus eingelagert. Interessenten wenden sich an Katharina Berker im Bürgerbüro, Tel. 0 23 55/8 42 39.

Gegen mehr Widerstand musste Anja Wolf, die für den Fachbereich öffentliche Ordnung vortrug, beim Thema Toilettenwagen kämpfen. Das Spezialfahrzeug zur Erledigung urologischer Angelegenheiten kann ebenfalls von jedermann gemietet werden und hat vor einigen Jahren rund 13 000 Euro gekostet. Zwei Mann vom Bauhof und ein Radlader oder Unimog sind erforderlich, um den Wagen zum Veranstaltungsort zu bringen, aufzubauen, den Mieter einzuweisen und später wieder abzuholen. Diesen ganzen Service gab es bisher für 90 Euro. Das, so meint die Verwaltung, sei erheblich zu wenig und schlug deshalb die Erhöhung der Leihgebühr auf 120 Euro bzw. 200 Euro bei Vollservice (inklusive Auf- und Abbau) vor. Um ihren Argumenten Nachdruck zu verleihen, wies Wolf auf die 330 Euro hin, die der Gemeinde an tatsächlichen Kosten für eine Ausleihe entstehen. Selbst mit den neuen Sätzen bliebe Schalksmühle noch deutlich unter den Gebühren, die zum Beispiel Lüdenscheid nehme (Vollservice 377 Euro).

Erhard Fischer (UWG) mahnte: „Wir müssen an die Vereine denken: Die Leihgebühren müssen bezahlbar bleiben“. Manfred Trimpop (UWG) war gar nicht einverstanden und schlug vor, nur noch 50 Euro Leihgebühr zu nehmen: „200 Euro können sie dann denen in Rechnung stellen, die den Wagen verdreckt zurückgeben“. Mit den neuen Gebühren, die mit sechs Ja-Stimmen von SPD, CDU und FDP sowie einer Gegenstimme und vier Enthaltungen der UWG angenommen wurden, will Manfred Trimpop den Toilettenwagen für seine Siedlergemeinschaft nicht mehr mieten.

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