Mit Smileys gegen Raser in Winkeln, Rölvede und Everinghausen

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Winfried Schindler von der Gemeindeverwaltung demonstriert mit seinem Wagen, wie man vorbildlich und rücksichtsvoll im Wohngebiet in Winkeln fährt. Belohnt wird er dafür mit einem grünen Smiley auf dem Display.

Schalksmühle - Für die direkten Anwohner muss es eine Qual gewesen sein. Ständig brausten Autos mit erhöhter Geschwindigkeit durch die Ortschaften Winkeln, Rölvede und Everinghausen. Damit soll nun Schluss sein.

„Der Impuls kam von direkt betroffenen Anwohnern“, erklärt Klaus Nelius, Fraktionsvorsitzender der UWG die Entstehung der Idee, in den Wohngebieten verkehrsberuhigende Maßnahmen zum Einhalten der Tempo-30-Zonen zu beantragen. 

Info für Bürger im Vorfeld 

Bereits im Vorfeld hatte die Wählergemeinschaft die Bürger bei einer Versammlung informiert. Zudem standen damals Silvia Gonzalez Algaba, Fachbereichsleiterin Ordnungsangelegenheiten der Gemeinde, und Winfried Schindler, zuständiger Sachbearbeiter, den Schalksmühlern Rede und Antwort. 

Das Ziel der Aktion ist es, in allen drei Wohngebieten die Gefahr durch Raser für Fußgänger, Radfahrer und anderen schwächere Verkehrsteilnehmer zu verringern. „Zum Glück gab es noch keine schweren Unfälle. Aber die Einhaltung der reduzierten Geschwindigkeit ist deutlich nötig“, sagt der Politiker. 

Tempo-30 in drei Wohngebieten

Winfried Schindler (von links), Sachbearbeiter, Silvia Gonzalez Algaba, Fachbereichsleiterin Ordnungsangelegenheiten, und Klaus Nelius, Fraktionsvorsitzender der UWG, bei einem Ortstermin in Winkeln.

In allen drei Gebieten wurden schon vor einiger Zeit Tempo-30-Zonen eingerichtet. Dazu wurden große Markierungen auf der Fahrbahn aufgebracht. Vier in Winkeln und jeweils drei in Everinghausen und Rölvede, sagt Silvia Gonzalez Algaba. Wegen der hohen Kosten ist auf Geschwindigkeitsschweller, Fahrbahnverengungen oder versetzte Parkplätze verzichtet worden. 

Zudem stehen in Winkeln und Rölvede derzeit sogenannte Displays, die die Verkehrsteilnehmer mittels eines grünen oder roten Smileys auf die aktuelle Geschwindigkeit hinweisen. Gonzalez: „Quasi in Form eines Belohnungssystems.“ „Meist messen diese Anlagen sehr früh. Zudem sind sie mobil einsetzbar“, klärt Winfried Schindler auf. Dabei soll es aber nicht bleiben. Zu einem späteren Zeitpunkt werde die Gemeinde mit dem Seitenradar weitere Messungen durchführen. 

Maßnahme zeigt schnelle Wirkung 

Dass die Maßnahme schnell Wirkung zeigt, bestätigt der direkte Anwohner Björn Sanders in Winkeln. „Seitdem die Maßnahme durchgeführt wurde, fahren die Menschen ab dem ersten Tag erheblich langsamer. Außer die Paketzusteller, die rasen unerschrocken weiter mit hohem Tempo durch das Wohngebiet.“ Über den Anwohner kam auch der Kontakt zur UWG zustande. „Von der ersten Idee bis zur Realisierung hat es rund zwei Jahre gedauert. Wenn die Politik dahinter steht, dann klappt das auch. Aber man muss schon etwas Geduld haben“, sagt Nelius.

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