Friedhofsumbau

Friedhof Wippekühl: Umbau mit Fingerspitzengefühl

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Mal etwas anderes: Die bunten Stelen auf dem Friedhof Wippekühl bieten Platz für insgesamt 56 Urnen.

Schalksmühle - Der Teil-Umbau des Friedhofs Wippekühl hat in den vergangenen Monaten zahlreiche Fortschritte gemacht. Davon konnten sich am Montag die Mitglieder des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen und Umwelt bei einem Ortstermin ein Bild machen.

Dabei fiel die Resonanz auf das bisher Erreichte durchweg positiv aus. „Der Arbeitskreis hat ganze Arbeit geleistet“, betonte etwa der Ausschussvorsitzende Jörg Weber. Auch die Verwaltung zeigte sich mit den bisherigen Ergebnissen zufrieden. „Das ist mal etwas anderes, ohne dem Ort seine Würde abzusprechen“, sagte Oliver Emmerichs, Leiter der Bauverwaltung. Bürgermeister Jörg Schönenberg lobte neben der Arbeit aller Beteiligten vor allem die der verantwortlichen Gemeindemitarbeiterin Christiane Dix. Sie habe das passende Fingerspitzengefühl gezeigt. Der Friedhof habe in vielen Bereichen eine andere Aufenthaltsqualität für die Angehörigen bekommen. 

Seit vergangenem Jahr laufen die Arbeiten auf dem Friedhof. Dabei wurde bislang fristgerecht die Gehölzkulisse zur Wohnbebauung, die halbkreisförmige Urnen-stelenanlage und die Terrasse mit Kindergräbern und Sternchengräber errichtet. Zudem sind die Urnenerdgräber unter Bäumen und die Urnenhochgräber in vorhandener Mauerterrasse entstanden. Durch die neue Friedhofssatzung in Verbindung mit der Gebührensatzung vom 1. Januar und 1. Juli konnten die neuen Bestattungsformen sowie auch das neue Kindergrab-/Sternchengrabfeld wie geplant angeboten werden, heißt es in einer entsprechenden Vorlage zu dem Thema. Die ersten Bestattungen seien hier bereits erfolgt. 

Viel Lob: Oliver Emmerichs (links), Leiter der Bauverwaltung, und der Ausschussvorsitzende Jörg Weber (Mitte) sind mit den bisherigen Ergebnissen zufrieden.

Erhöhte Nachfrage nach neuen Begräbnisformen auf Schalksmühler Friedhof

Mit der Gestaltung der einzelnen Bereiche sei der Arbeitskreis neue Wege gegangen. Dies zeige etwa die halbkreisförmige Urnenstelenanlage aus Granit. Anstelle der üblichen Verschlussplatten aus Stein oder Metall wurden die Stelen mit künstlerisch gestalteten Glasplatten ausgestattet. Sie erhielt ein Regenbogenmotiv. Die Anlage ist komplett fertiggestellt, die bei der zweiten Anlage noch provisorisch eingebauten Verschlussplatten aus Granit werden zeitnah noch gegen die Glasverschlussplatten mit einem Himmel-Motiv ausgewechselt. Da es bei dieser Begräbnisform bereits jetzt eine erhöhte Nachfrage gibt, wies Oliver Emmerichs daraufhin, dass der Bereich auch noch um eine dritte Anlage erweiterbar sei. 

Im hinteren Bereich der Urnenstelenanlage ist wie geplant das Kinder-/Sternchengrabfeld entstanden. Die Umsetzung der Idee, an den Sternchengräbern in Zusammenarbeit mit den Lehrern und Kindern der Schalksmühler Schulen eine Pergola mit Glasmotiven zu bauen, konnte aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie bislang nicht umgesetzt werden, heißt es weiter. Ursprünglich war für Ende März ein Gespräch geplant. Dies soll nun voraussichtlich im Frühjahr 2021 stattfinden. Die letzten Schritte bis zur endgültigen Fertigstellung des Vorhabens liegen noch vor den Verantwortlichen. 

Ortstermin: Bürgermeister Jörg Schönenberg (3.v.l.) und die Mitglieder des Ausschusses für öffentliche Einrichtung und Umwelt besichtigten den Friedhof.

Zu den Urnenhochgräbern in der vorhandenen Mauerterrasse sowie zu den geplanten gärtnergepflegten Urnenerdgräbern am Pfad der Erinnerung sei die Pflege der Beete noch zu kalkulieren und durch die beauftragte Firma Weiher in die Satzungen einzupflegen. Diese Maßnahmen sollen laut Verwaltung nach Möglichkeit noch in 2020 umgesetzt werden. Die Ausschreibung sei in Arbeit, die Satzungsänderung sei nach Vorlage der Ergebnisse gesondert zu beschließen.

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