Lumberg ist "Talentwerkstatt"

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Thorsten Holzhäuser (links) und Tharsika Sivalingam vom zdi-Netzwerk (Zweite von rechts) übergaben die Auszeichnung an (von links) Meike Schmidt, Martin Eilbrecht, und Uwe Crépon.

Schalksmühle - Für das Engagement als außerschulischer Lernort wurde der Hersteller von Steckverbinder- und Kontaktsystemen am Donnerstag vom Verein Technikförderung Südwestfalen als „Talentwerkstatt“ ausgezeichnet

„Unser Ziel ist es die junge Generation schon in der Schule für Technik zu begeistern, um uns so die eigenen Fachkräfte heranzuziehen. In Zeiten des demografischen Wandels sind wir in unserer Region praktisch dazu verdammt“, sagte Meike Schmidt, Geschäftsführende Gesellschafterin der Lumberg-Gruppe. 

Thorsten Holzhäuser, Vorstand des Vereins mit 75 Mitgliedsunternehmen in der Region, der es sich zum Ziel gesetzt hat, Jugendliche für technische Berufe zu begeistern und für den heimischen Standort zu gewinnen, überreichte die Auszeichnung am Stammsitz der Lumberg-Gruppe in Schalksmühle. 

„Das Prädikat ,Talentwerkstatt’ erhalten im Märkischen und im Ennepe-Ruhr-Kreis insgesamt nur neun Unternehmen, die den Verein nicht nur durch Mitgliedsbeiträge, sondern auch mit Projekten aus dem MINT-Bereich aktiv unterstützen“, erklärte Holzhäuser.

Lumberg erhielt die Auszeichnung konkret für das Verbundprojekt „Mach MI(N)T und entdecke die Welt der Technik“, das die Schalksmühler zusammen mit den Unternehmen Sundwiger Messingwerk und Metoba sowie dem zdi-Netzwerk technik_mark für Achtklässler in den Osterferien durchführten (siehe Infobox).

"Wir haben die Zeichen der Zeit erkannt"

„Wir pflegen den Austausch mit Schulen und Vereinen wie der Technikförderung Südwestfalen schon lange, haben die Zeichen der Zeit erkannt, dass mit solchen Kooperationen und Programmen der Grundstein gelegt werden muss, um in Deutschland weiter bestehen zu können“, sagte Schmidt. Über Projekte wie „Mach MI(N)T“ möchte das Unternehmen schon früh Kontakte zu Schülern knüpfen, erklärte Martin Eilbrecht, Leiter Ausbildung bei Lumberg. „Einer der Schüler, der in den Osterferien bei dem Projekt dabei war, wird demnächst auch sein Schulpraktikum bei uns absolvieren. Das Unternehmen als außerschulischer Lernort funktioniert.

Ausbildungsleiter Martin Eilbrecht mit einigen Teilnehmern des Projekts „Mach MI(N)T“.

Junge Menschen haben häufig sonst keine Vorstellung von dem, was wir hier tun. So aber können wir versuchen, sie für technische Berufe zu begeistern“, sagte Eilbrecht. Und dass Fachkräfte in der Region Südwestfalen weiterhin gefragt sind, machte auch Schmidt deutlich: „Wenn einige ihr Praktikum bei uns beenden, haben sie bereits einen Vorvertrag in der Tasche.“ 

Für Personalleiter Uwe Crépon ist ein Projekt wie „Mach MI(N)T“ ein „weiteres Rädchen im großen Getriebe“ bei der Suche nach geeignetem Personal. Wobei die Suche immer schwieriger werde. „Dem Nachwuchs wird im technischen Bereich vom Elternhaus viel weniger mitgegeben als früher. Welcher Jugendliche bastelt heute beispielsweise noch gerne an einem Moped und macht sich dabei dreckig?“, fragte Crépon. Deshalb sei es mittlerweile auch die Aufgabe der Unternehmen, die Technikbegeisterung bei den Jugendlichen zu wecken.

"Es geht um eine Initialzündung"

„Es geht um eine Initialzündung. Der Funke muss überspringen. Dann haben wir eine Chance, die jungen Menschen für uns zu gewinnen“, sagte Crépon. Die Metallplatte mit der Aufschrift „Talentwerkstatt“ soll bei Lumberg einen besonderen Platz im Werk an der Everinghauserheide bekommen. „Denn die Auszeichnung ist für uns Beleg, dass die Bemühungen auch honoriert werden. Und darüber freuen wir uns“, sagte Schmidt abschließend.

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