Schalksmühler suchen Paten für Überlebenstüten

Steffen Mischnick, Leiter Seniorenpark Reeswinkel, Traude Rittinghaus und Peter Osterkamp freuen sich über weiter Menschen, die sich für die Ärmsten der Armen in der Weihnachtszeit engagieren möchten.

Schalksmühle - Bereits zum 30. Mal wird das Helferteam um Peter Osterkamp an Heiligabend die Ärmsten der Armen besuchen, um ihnen eine Überlebenstüte zu bringen.

Das Team steckt mitten in den Vorbereitungen: Spenden organisieren, Namenslisten aktualisieren, einkaufen unter den erstaunten Augen anderer Supermarkt-Besucher. Wagenweise Konserven, Würstchen, Nudeln, Margarine, Süßigkeiten. 

„Ich kann mir Weihnachten anders gar nicht mehr vorstellen“, sagt Peter Osterkamp, ehemaliger Leiter des Amalie-Sieveking-Hauses in Lüdenscheid. Vor 30 Jahren hatte er, der sich sein Berufsleben lang um Obdachlose gekümmert hat, diese Idee. Und seitdem geht er zusammen mit anderen Menschen in der Heiligen Nacht zu denjenigen, die arm und oft sehr einsam sind. In den Tüten sind haltbare Lebensmittel, die für mindestens zwei warme Mahlzeiten reichen, zudem Dauerwurst, Käse, Margarine, Brot, Kekse und Lebkuchen.

Seit Osterkamp Rentner ist, übernimmt die Familie Mischnick vom Seniorenpark Reeswinkel in Schalksmühle die Schirmherrschaft. Dort werden die Lebensmittel zwischengelagert, die Tüten gepackt. In diesem Jahr werden es rund 140 sein, die die insgesamt zehn Helfer in Schalksmühle und Lüdenscheid verteilen. Für die Aktion stellen die Mischnicks einen Transporter zur Verfügung, außerdem fahren zwei Privat-Pkw, gesteuert von einem Busfahrer-Ehepaar aus Balve, die beiden Routen.

Wer besucht wird, weil er bedürftig ist, weiß Traude Rittinghaus. Sie ist die Nachfolgerin von Peter Osterkamp, leitet heute die Wohnungshilfe des Amalie-Sieveking-Hauses. „Wir wissen zum einen, wo diese armen Menschen leben. Zum anderen erhalten wir zusätzliche Adressen von Pastoren, Beratungsstellen und Ärzten“, berichtet sie, wie die Liste zusammengestellt wird.

In dieser Woche werden noch einige Einkäufe getätigt, dann geht es ans Packen. Hier freut sich Peter Osterkamp immer besonders über die Unterstützung von Schwester Annegret Luschnat, die eigens dafür drei Tage aus Bethel nach Schalksmühle kommt. „Wir können jederzeit weitere Helfer gebrauchen“, sagt er.

Interessierte können sich unter der Telefonnummer 0171/4177967 bei ihm melden. Auch wer für die Aktion spenden möchte, ruft am besten ebenfalls Peter Osterkamp an.

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