Schalksmühler Stimmen zur Landtagswahl

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Schalksmühle - Jubelstimmung herrschte nach der Landtagswahl in Schalksmühle bei FDP und CDU, die SPD dagegen sprach von einem "traurigen Tag", während sich der Bürgermeister über eine gute Wahlbeteiligung freute.

„Das ist ein tolles Ergebnis für die FDP im Land und ein bemerkenswertes in Schalksmühle!“ Jan Schriever, Fraktionsvorsitzender der FDP in der Volmegemeinde, zeigte sich mehr als zufrieden mit dem Resultat von 15,6 Prozent für seine Partei in Schalksmühle. „Nach einer schwierigen Zeit ist die FDP wieder da“, sagte Schriever, der das starke Abschneiden auf einen guten Wahlkampf zurückführte: „Die Partei hat sich in der Vergangenheit inhaltlich völlig neu aufgestellt – und wir haben einen unabhängigen Wahlkampf geführt.“

Glücklich über den Wahlausgang war auch die in Schalksmühle lebende FDP-Landtagsabgeordnete Angela Freimuth. Das Ergebnis fühle sich gut an sagte Freimuth und sprach von einer Rückendeckung aus der Bevölkerung: „Es ist toll, dass die Bürger unsere Positionen so klar unterstützt haben.“

Lutz Schäfer, Fraktionsvorsitzender der Schalksmühler SPD, sprach von einem „traurigen Tag“. Die Wahl sei allerdings nicht in den Kommunen, sondern durch landespolitische Vorzeichen verloren worden. „Letztlich hat Frau Kraft dann ja auch sehr schnell die Verantwortung übernommen“, so Schäfer. Die Verluste in Schalksmühle – gegenüber 2012 verlor seine Partei mit jetzt noch rund 34,5 Prozent ziemlich genau sieben Prozentpunkte – hatte Schäfer zuletzt schon ein wenig kommen sehen: „Nach den Wahlen im Saarland und in Schleswig-Holstein hatte sich eine Stimmung entwickelt, die zu Lasten unserer Partei ging.“ Erfreut zeigte sich Schäfer einzig über das Direktmandat für Gordan Dudas: „Er hat unseren Wahlkreis immer gut vertreten.“

Jubelstimmung herrschte dagegen bei der CDU. Jörg Weber, Vorsitzender des Gemeindeverbandes, freute sich über ein „grandioses Ergebnis für die Landes-CDU und ein gutes Ergebnis für uns in Schalksmühle“. Einziger Wermutstropfen aus seiner Sicht war das verpasste Direktmandat von Ralf Schwarzkopf im heimischen Wahlkreis 123. Mit der Machtübernahme seiner Partei in Düsseldorf verbindet Weber bereits ganz konkrete Hoffnungen auch für Schalksmühle: „Fehler im Landesentwicklungsplan und bei den Gemeindefinanzierungsgesetzen – Stichwort Abundanzumlage – dürften jetzt korrigiert werden.“

Bürgermeister Jörg Schönenberg freute sich über eine Wahlbeteiligung von fast 68 Prozent in seiner Gemeinde und sprach von einem „Sieg der Demokratie“. Über das Abschneiden der AfD in Schalksmühle (6,5 Prozent) zeigte sich der Bürgermeister allerdings enttäuscht: „Da hätte ich mir ein paar Stimmen weniger gewünscht.“

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