Zwölf Sternsinger besuchen mehr als 75 Haushalte

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Beim Vorbereitungstreffen im Gemeindehaus von St. Thomas Morus versammelten sich die diesjährigen Sternsinger.

Schalksmühle - „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“: Im Dienst der guten Sache segneten die Sternsinger am Wochenende Wohnungen und Häuser.

In den farbenfrohen Gewändern der heiligen drei Könige zogen die Kinder von Haus zu Haus, um den Segen in die Häuser zu tragen und Spenden für Not leidende Kinder zu sammeln. Goldene Kronen und Sterne wiesen die zwölf Jungen und Mädchen, die sich in diesem Jahr das Motto „Segen bringen, Segen sein: Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit“ auf die Fahne geschrieben hatten, als Sternsinger aus. In vier Gruppen waren die Kinder in Begleitung Erwachsener in Heedfeld, im Bereich Löh, in Dahlerbrück, Stallhaus und am Flaßkamp mit ihren neuen, goldfarbenen Sammelbehältern für die arbeitenden Kinder in Indien unterwegs. 

Diese zwei Sternsinger präsentieren die neuen Sammelbehältern.

Neben den 75 Haushalten, die bereits im Vorfeld den Wunsch nach einem Besuch der Sternsinger angemeldet hatten, besuchten die Kinder am Wochenende das Seniorenhaus Muhle, den Seniorenpark Reeswinkel, die Johanniter Senioreneinrichtung im Ortskern und viele andere Haushalte. Wie in den Jahren zuvor bereitete Svea-Katrin Raßmussen vom Gemeinderat St. Thomas Morus die Jungen und Mädchen auf das Dreikönigssingen, an dem sich bundesweit rund 300 000 Kinder beteiligen, vor. Die meisten von ihnen waren „Wiederholungstäter“, die das Prozedere bereits genau kannten. 

Durch einen kindgerechten, leicht verständlichen Film lernten die Jungen und Mädchen Indien als das diesjährige Sternsinger-Projekt kennen. Im Auftrag der Sternsinger war Reporter Willi Weitzel dafür in Nordindien, genauer gesagt im Bundesstaat Uttar Pradesh unterwegs. „Indien hat die meisten arbeitenden Kinder der Welt“, hieß es da. Von rund 60 Millionen Kindern, die oft von klein auf arbeiten müssen, um das Familieneinkommen zu sichern, war zu hören. Arbeitende Kinder wie die achtjährige Neetu, die nach dem Tod ihres Vaters tagtäglich von morgens bis abends bunte Glasringe für Armreifen schmelzen muss, lernten die Jungen und Mädchen im Film kennen. 

Die Aussendungsfeier mit Gemeindereferentin Sandra Schnell.

Mehr noch: Sie erfuhren überdies, dass die schlecht bezahlte Arbeit, die die Kinder in Indien verrichten müssen, häufig krank macht. Auch auf die Projektpartner der Sternsinger, die sich für arbeitende Kinder und ihre Familien einsetzen, um diese aus der Ausbeutung zu befreien und ihnen neue Perspektiven zu eröffnen, ging der Film ein. 

Rasch waren anschließend die Gruppen, die von Haus zu Haus zogen, eingeteilt. Auch das Auffrischen des Sternsingerliedes bereitete den „alten Hasen“, die bereits zum wiederholten Mal bei der Sternsinger-Aktion mitmachten, keine Probleme. Den „Neuen“ half das ausgeteilte Liederblatt, Textsicherheit zu erlangen. Über den Türen brachten die Kinder bei ihrem Zug durch die Gemeinde den Segen 20* C+M+B+18 an.

Sternsinger in Schalksmühle

Der Stern stand wie immer für den Stern, der den Weisen aus dem Morgenland den Weg zur Krippe gewiesen hatte. Vielerorts erhielten die Kinder Süßigkeiten für ihren uneigennützigen Dienst an Kindern in Not. Am kommenden Sonntag, 14. Januar, besuchen die Sternsinger den Neujahrsempfang der Gemeinde.

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