Stadtmarketing gewinnt auf JHV neue Mitstreiter

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Dirk Nipkow sagte dem Stadtmarketing-Verein seine Unterstützung zu.

Schalksmühle -  „Es war nie das Ziel, dass der Stadtmarketing-Verein heute zum Abwracken ins Dock geht!“

Vorsitzender Georg Werth habe mit seinen eindringlichen Aufrufen der vergangenen Wochen an die Bürger, sich im Verein zu engagieren, sowie mit der düsteren Aussicht auf das Wegbrechen vom Stadtmarketing initiierter Großveranstaltungen die Schalksmühler allerdings wachrütteln wollen, erklärte Werth am Dienstag auf der Jahreshauptversammlung in der Jahnturnhalle. 

Obwohl die bewusst ruppig gewählten Worte bei den Besuchern nicht nur auf positives Echo stießen, hatten sie doch bewirkt, dass deutlich mehr Gäste, darunter Bürgermeister Jörg Schönenberg und Vertreter aus der Kommunalpolitik, zur Jahreshauptversammlung gekommen waren als in den Jahren zuvor, wo neben den sieben Vorstandsmitgliedern selten mehr als zwei oder drei Personen des immerhin mehr als 50 Mitglieder zählenden Vereins anwesend waren. 

Im Anschluss an den Rückblick des Vorsitzenden auf das Vereinsjahr 2016, bei dem er als erfolgreiche Veranstaltungen des Vereins unter anderem „Schalksmühle... köstlich!“, den Familienwandertag sowie den Kinderkarneval Revue passieren ließ, bildete somit eine intensive Diskussion den Kern der Veranstaltung. Diskussionsteilnehmer Daniel Krause eröffnete die Debatte mit dem Hinweis, er habe sich durch die „aggressiv formulierte Einladung schon ein wenig bedroht gefühlt“. In der Vergangenheit habe er sich durchaus angeboten, beim Stadtmarketing mitzumachen, jedoch nicht das Gefühl gehabt, dass sein Engagement benötigt worden sei. 

Bisherige Außendarstellung bemängelt

Ganz generell bemängelten viele der Diskussionsteilnehmer die bisherige Außendarstellung des Vereins, der bislang fälschlicherweise als „Gemeindeveranstaltung“ wahrgenommen werde, bei der sich Bürger höchstens bedingt einbringen können. „Es ist nicht so rübergekommen, dass jeder mitmachen kann und soll“, hieß es aus der Versammlung. Stattdessen hätten alle gedacht: „Die machen das schon!“ Dass jedoch sieben Schultern allein die Arbeit stemmen können, die beim Stadtmarketing deutlich komplexer und vielfältiger sei als in anderen Vereinen, konnten die meisten der Gäste nachvollziehen. 

Dabei meldeten sich mehrere Personen zu Wort, die im Verein mitwirken möchten, sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber nicht auf einen Vorstandsposten festlegen lassen wollten. Einer von ihnen war Dirk Nipkow, der seit sieben Jahren in Heedfeld lebt und unter anderem durch seine Firma „Rent a Cocktail“ bekannt ist. „Von Beginn an war ich begeistert von den Projekten des Vereins, vor allem, weil so viel für junge Familien gemacht wird“, erklärte Nipkow. „Es wäre sehr schade, wenn das Ganze ein unwürdiges Ende nimmt.“ 

Junge Menschen fühlen sich nicht angesprochen

Er sei bereit, viel zu tun und sich einzubringen, um dies zu verhindern. Leon Petzold, der einzige Jugendliche bei der Jahreshauptversammlung, kritisierte, dass das Stadtmarketing unter jungen Menschen in keiner Weise wahrgenommen werde. „Bis vor Kurzem wusste ich gar nicht, dass er überhaupt existiert“, erklärte Petzold, der auch die aus seiner Sicht eher altbackene Präsentation des Vereins über dessen Webseite sowie in Facebook kritisierte, die junge Menschen in keiner Weise anspreche. 

Abschließend wurde dem Vorschlag des UWG-Vorsitzenden Bernd Müller entsprochen, die Vorstandswahlen bis auf Weiteres zu verschieben, mit den neuen Mitstreitern im Verein zunächst das Gespräch zu suchen und nach einigen Wochen eventuell noch zusätzliche Personen anzusprechen. Die am Dienstag anwesenden Mitglieder stimmten für diesen Schritt.

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