58 Schüler der Primusschule erleben spannende Projektarbeit

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Insgesamt 58 Schüler der Stufe IV waren in das Projekt „Herausforderung“ eingebunden.

Schalksmühle - Von der Idee bis zur Ausführung stellten Schüler der Stufe IV der Primusschule ihren Angehörigen am Montag im Pädagogischen Zentrum (PZ) der Schule ihre „Herausforderungen“ – selbst gestellt, geplant und erfolgreich bestanden – vor.

In das spannende Projekt, bei dem sich die Jugendlichen drei Wochen lang kreativen, sportlichen oder sozialen Aufgaben unterschiedlichster Art stellten, waren 58 Schüler, Lehrer und ein großes Betreuerteam – mehrheitlich Studenten – eingebunden. In vielfältige Bereiche, angefangen beim Blick hinter die Kulissen einer Tanzschule bis zur Mitarbeit auf einem Obsthof, schnupperten die Schüler bei ihren „Herausforderungen“ in der Nähe und in der Ferne hinein. 

Mit 150 Euro mussten sie in den drei Projektwochen auskommen. Manche verdienten sich vorab oder während des Projekts durch Rasenmähen, Waffelverkauf und mehr Taschengeld hinzu. Groß war das Interesse an der Präsentation der Projekte per Video, anhand von Logbüchern, Fotos und persönlichen Erläuterungen. 

Drei abenteuerliche Wochen 

Die Mädchengruppe, die den Schulgarten samt Backhaus auf Vordermann gebracht hatte, brachte selbst gemachtes Gelee von Früchten aus dem Garten zur Präsentation mit.

Selbst Bürgermeister Jörg Schönenberg ließ es sich nicht nehmen, an der ersten Präsentation dieser Art teilzunehmen und sich einen Eindruck von der etwas anderen Art des Lernens zu verschaffen. Gleich mehrere Gruppen nutzten die Gelegenheit, dem großen Plenum ihre Erlebnisse und Erfahrungen mittels Frontalpräsentation mitzuteilen und ihre Zuhörer an Erfolgen, Rückschlägen, Schwierigkeiten, lustigen Begebenheiten und Lehren fürs Leben während ihrer drei abenteuerlichen Wochen teilhaben zu lassen. 

Nachdem Plan A – eine ambitioniert begonnene Wanderung auf dem Bergischen Panoramasteig – krankheitsbedingt aufgegeben werden musste, stellte sich eine Jungengruppe beispielsweise der Herausforderung Hüttenbau und Selbstversorgung mit allem Drum und Dran. Auf dem Grundstück ihres Betreuers errichteten sie eine 36 Quadratmeter große Hütte mit Toilette, Dusche und Ofen mit zwei Feuerstellen. Das Rezept für die Brote, mit denen sie sich versorgten, lieferten die Schüler gleich mit. Körperlich sei das Projekt eine Herausforderung gewesen, lautete ihr Fazit. 

Bis nach Hannover zum Radiosender Antenne Niedersachsen verschlug es zwei Mädchen während ihres Projekts. Interviews vorbereiten, Videos schneiden und viele andere Arbeiten des Redaktionsalltags lernten sie dort kennen. Sehr lebhaft schilderten die Fahrradfahrer der Schule ihre ambitionierten Touren. Probleme wie Pannen unterwegs oder unvorhergesehene Kosten für einen Campingplatz wusste die Gruppe, die eine Fahrradtour bis Lemmer in Holland meisterte, findig zu lösen. Als „super Erfahrung“ schilderten die Jugendlichen ihre Tour. „Würde ich noch mal machen, gern auch ohne Betreuer“, hieß es da. 

1 000 Kilometer im Sattel 

Eine zweite Gruppe, die bis Esens (Holland) unterwegs war, saß – Tagestouren eingeschlossen – rund 1 000 Kilometer im Sattel. „Aufregend, aber schön“, fand Betreuerin Laura van Zandvoort von der Sporthochschule Köln die Tour mit den Schülern. Sogar den Schulgarten samt Backhaus brachten die Schüler im Verlauf des Projektes auf Vordermann. Das Ergebnis in Form von Apfelgelee gab es bei der Präsentation zu kosten. Derzeit bereiten sich die Schüler der Stufe III schon auf ihre Projekte im kommenden Jahr vor.

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