200. Blutspende am 2. Weihnachtstag

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Schalksmühle - Auch über Weihnachten wurden im Einzugsgebiet West des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) täglich etwa 4500 Blutpräparate benötigt. Klaus Heuckelbach aus Schalksmühle ist einer der freiwilligen Spender, die versuchen diesen Bedarf abzudecken.

Am zweiten Weihnachtstag spendete Heuckelbach bereits zum 200. Mal Thrombozyten. Für diese Jubiläumsspende wurde er vom DRK-Blutspendedienst in Hagen mit einer Urkunde und einer entsprechenden Ehrennadel ausgezeichnet.

„Für mich spielt es nur eine untergeordnete Rolle, an welchem Tag ich mich ins Spenderzentrum nach Hagen begebe“, sagt Klaus Heuckelbach. „Notfälle und schwere Erkrankungen kennen eben keine Feiertage. Was zählt, ist der kleine Beitrag des Einzelnen, sich für andere Menschen in Not zu engagieren.“ Wozu das Blut in der Lage ist, werde meistens erst dann bemerkt, wenn es seine Aufgaben nicht mehr erfüllt. „Menschen, die beispielsweise an einer Störung der Blutgerinnung leiden, wissen, dass schon eine banale Verletzung lebensbedrohend sein kann“, sagt Heuckelbach.

Thrombozyten werden herausgefiltert

Die Thrombozyten sind ein Bestandteil des Blutes und werden während des Spendevorgangs mit Hilfe eines Zellseparators aus dem Blut herausgefiltert. Wenn dieses Verfahren abgeschlossen ist, werden dem Spender die übrigen Blutbestandteile, wie die roten Blutkörperchen oder das Plasma, wieder zurückgegeben.

„Der zeitliche Aufwand ist dabei nicht ganz unerheblich. Da das ganze Verfahren zwischen fünf und sieben Mal wiederholt wird, nimmt eine Thrombozytenspende etwa 90 Minuten in Anspruch“, sagt Heuckelbach.

Ein "enormer Bedarf"

„Der enorme Bedarf und die relativ kurze Haltbarkeit der Präparate erfordern eine dauerhafte Bereitschaft zur Spende“, meint Petra Ueing, Leiterin des Spenderteams beim DRK in Hagen. „Wir freuen uns sehr, dass sich Menschen wie Klaus Heuckelbach so regelmäßig und kontinuierlich die Zeit nehmen, auf unseren Spenderliegen Platz zu nehmen. Die Blutspende ist eine konkrete Notwendigkeit und Teil des medizinischen Alltags. Denn dort, wo Ärzte helfen sollen, werden auch entsprechende Blutpräparate benötigt.“

Bis zur 200. Spende ist es jedoch ein weiter Weg. Thrombozyten dürfen jährlich maximal 26 Mal gespendet werden. Um diese Anzahl überhaupt erreichen zu können, bedarf es allerdings einer vorausschauenden Planung.

Im Februar haben die Schalksmühler Bürger wieder die Gelegenheit, Blut direkt vor Ort zu spenden. Dann lädt der DRK-Ortsverein Schalksmühle zur Blutspende ein: Am Donnerstag, 11. Februar, von 16 bis 19.30 Uhr im Jugendzentrum Wansbeckplatz und am Montag, 15. Februar, von 14.30 bis 19.30 Uhr in der Sporthalle Spormecke.

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