Zeitdruck vor dem ersten Frost

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Kfz-Meister Peter Mähler findet, dass die Kunden oft zu spät das Thema Winterreifen angehen.

Schalksmühle - Alle Jahre wieder kommt die bange Frage auf, wann der erste Frost kommt und ab wann am Auto auf Wintereifen gewechselt werden muss. Die Fachbetriebe in der Gemeinde haben da ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Die goldene Regel „von O bis O“ gilt nicht immer.

Die meisten Kunden kommen zu spät, sagt Peter Mähler von der gleichnamigen Autowerkstatt an der Straße Asenbach. „Viele Kunden schaffen es nicht unter der Woche, obwohl wir bis 18 Uhr auf haben. Die Arbeit hält viele von der Vereinbarung eines Termins ab. Deshalb können sie im Oktober auch am Samstag zu uns kommen.“ Die frühsten Kunden seien meist Rentner, diese Erfahrung hat Peter Mähler gemacht. „Sie sind vorsichtiger und meist schon im August oder September am planen. Jüngere Leute kommen erst später.“ 

Ganzjahresreifen sind auch in dem Schalksmühler Betrieb immer wieder ein Thema. Doch der Fachmann rät nicht jedem Kunden zu den „Allwetter-Gummis“. Man müsse schauen, wem man diese Reifen anbieten kann. Einem Pendler würde er eher zu einem richtigen Winterreifen raten. „Gerade Menschen, die früh morgens vor dem Schneepflug unterwegs sind, sollten nicht auf Allwetterreifen zurückgreifen.“ 

Ganzjahresreifen für Rentner ideal 

Der Austausch von Reifendrucksensoren kann beim Reifenwechsel zu einer teuren Überraschung werden.

„Die, die noch in Ruhe ihr Frühstücksbrötchen aufessen können, die können die geräumten Straßen auch mit Ganzjahresreifen befahren.“ Gerade Rentnern empfiehlt er diese Reifen. 

Die Kunden, die auf den letzten Drücker kommen, seien häufig alleinerziehende Mütter, die wenig Zeit haben. Aber auch spezielle „Strategen“ gebe es immer wieder, sagt Peter Mähler. Die Kunden mit den „dicken Wagen“ schaffen es meist erst beim ersten Frost. 

Teure Überraschung beim Reifenwechsel 

Ein seit einigen Jahren ein wichtiges Thema seien auch die Reifendrucksensoren, die in vielen neuen Autos eingebaut sind. Die können die Rechnung beim Reifenwechsel schnell in die Höhe treiben, wenn etwa die Batterien leer sind, weiß der Kfz-Fachmann. Man müsse dabei immer mit höheren Kosten rechnen, damit der Schock nicht so groß ist. 

Der Andrang auf die Termine ist im Schalksmühler Autohaus immer wetterabhängig. Dabei seien die Kunden, die als erstes in dem Betrieb an der Hälverstraße vorbeischauen oft gemischt. Rentner seien auch dort immer früh dran, Berufstätige würden den Reifenwechsel oft auf die lange Bank schieben, so die Kfz-Experten. Nach dem ersten Frost kämen dann deutlich mehr Anfragen. Von Ganzjahresreifen raten die Mitarbeiter den meisten Kunden ab. Schließlich lebe man im Sauerland. Nur wenn der Wagen viel stehe, mache das Aufziehen von Allwetterreifen Sinn.

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