Aus Test wird WM-Teilnahme

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Schalksmühle - "Von der Nominierung wurden wir selbst ein wenig überrascht, eigentlich hatten wir eine WM-Teilnahme in unseren Planungen erst für nächstes Jahr auf dem Zettel“, sagt Ralf Strackbein.

Dennoch dürfen der Inhaber der gleichnamigen Kampfsportschule und Kollegin Marina Schitteck nun bereits Ende Oktober für den Verband WKC (World Karate- & Kickboxing Council Germany) zur Weltmeisterschaft nach Albufeira/Portugal. 

„Wir setzen uns nicht unter Druck. Natürlich wäre es schön, mit einem WM-Titel zurückzukommen, nach unserer langen Wettkampfpause ist aber eigentlich die Nominierung schon genug“, sagt Strackbein. Denn nach dem Umzug der Sportschule von der Hälverstraße an die Klagebach 2015 waren Strackbein und Schitteck viel mit dem Neuaufbau und organisatorischen Dingen beschäftigt, das eigene Training kam dabei teilweise zu kurz. „Bis wir im vergangenen Jahr testweise einfach mal bei der deutschen Meisterschaft der WKC mitgemacht haben“, erinnert sich Strackbein. 

Von diesem Test kehrten der Sportschulinhaber und Schitteck jeweils als zweifache Deutsche Meister zurück, wurden anschließend auch von Bürgermeister Jörg Schönenberg geehrt. An diesen Erfolg erinnerte sich wohl auch die WKC und nominierte das Schalksmühler Duo jetzt für die WM. „Insgesamt haben schon mehr als 1200 Kämpfer gemeldet, der deutsche Kader besteht aus 30 Teilnehmern“, sagt Strackbein. 

Pointfighting und Formen-Bereich 

In Albufeira werden beide im Pointfighting (Semikontakt), einer Form des Kickboxens, starten. Dabei wird der Kampf nach jedem gewerteten Körpertreffer kurzzeitig unterbrochen, und die Kämpfer begeben sich wieder in die Ausgangsstellung. Möglich wäre auch noch ein Start im Formen-Bereich. „Das ist vergleichbar mit der Pflicht beim Eiskunstlaufen, wo auch festgelegte Übungen gezeigt werden müssen. Man kann sich das als einen Kampf gegen einen imaginären Gegner vorstellen“, erklärt Strackbein. 

Der 48-Jährige tritt in der Veteranenkonkurrenz im Schwergewicht an, Schitteck bei den Damen (bis 65 Kilogramm). Finanzieren müssen beide ihre Tour nach Portugal übrigens selbst. „Wir sind eben eine Randsportart, der Verband trägt die Kosten nicht. Aber wir bekommen Unterstützung durch Sponsoren, damit wir die Teilnahme stemmen können“, sagt Strackbein. 

Bis zu zwölf Einheiten in der Woche 

Die intensive Vorbereitung hat dabei längst begonnen. „Wir haben noch knapp acht Wochen Zeit, machen derzeit acht Einheiten in der Woche. Vor dem Wettkampf werden wir das Pensum aber noch bis auf zwölf Wocheneinheiten erhöhen“, sagt Strackbein. Schließlich kam die Nominierung zwar überraschend, der Ehrgeiz hat die Schalksmühler Kampfsportler aber dennoch längst gepackt. „Wir fahren ganz sicher nicht nach Portugal, um zu verlieren“, sagt Strackbein.

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