Gewerbesteuereinnahmen sprudeln weiter

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Schalksmühle - Die anhaltend stabile Ertragslage, der Wegfall der Solidarumlage, das niedrige Zinsniveau und die restriktive Personalpolitik der Verwaltung: „Eine wirtschaftliche Gesundung der Gemeinde Schalksmühle erscheint nunmehr möglich“, heißt es im Vorwort zum gemeindlichen Haushaltsplanentwurf 2018.

Das Zahlenwerk stellten Bürgermeister Jörg Schönenberg und Kämmerer Reinhard Voss am Montag in der Ratssitzung vor. 

Nach einem Überschuss von gut einer Million Euro 2016 und einem erwarteten deutlichen Plus für das laufende Jahr, kalkuliert die Verwaltung für 2018 zwar mit einem geringen Fehlbetrag von knapp 330 000 Euro, nach den Erfahrungen der Vorjahre dürfte sich dieser im Jahresverlauf aber deutlich reduzieren.

Deshalb sprach auch Bürgermeister Schönenberg in seiner Haushaltsrede davon, dass vor allem die wirtschaftliche Stabilität „landesweit zu einer spürbaren Verbesserung der Haushaltslage der Städte und Gemeinden führt“.

Gewerbesteuer sorgt für gute Kassenlage

Erträgen von gut 36,5 Millionen Euro stehen im gemeindlichen Haushaltsplan für 2018 Aufwendungen von circa 36,83 Millionen Euro gegenüber. Auf der Einnahmenseite sorgt vor allem die Gewerbesteuer weiterhin für eine gute Kassenlage. Gegenüber dem Ansatz für 2017 erhöht Kämmerer Reinhard Voss die Prognose für die Gewerbesteuererträge noch einmal um fast zwei Millionen Euro auf dann 14,5 Millionen Euro. 

Diese Summe wurde in den vergangenen 15 Jahren lediglich einmal übertroffen. 2008 lagen die Gewerbesteuererträge bei gut 18 Millionen Euro. Die Erträge bei den Grundsteuern (2,6 Millionen Euro), und der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer (6,1 Millionen Euro) sowie an der Umsatzsteuer (1,5 Millionen Euro) bleiben laut des Haushaltsplans weitgehend konstant. 

Mehr als 14 Millionen Euro Kreisumlage 

Bei den Aufwendungen schlägt vor allem die Kreisumlage zu Buche, die für 2018 knapp die Marke von 14 Millionen Euro übersteigen wird und damit um rund 700 000 Euro höher ausfällt als für das laufende Jahr. Hinzu kommen als weitere große Posten die Gewerbesteuerumlage (2,2 Millionen Euro), Personalaufwand in Höhe von knapp 5,7 Millionen Euro und Abschreibungen (2,7 Millionen Euro). 

Weil auch die Ausgleichsrücklage nach den positiven Abschlüssen für 2016 und 2017 wieder auf mehr als zwei Millionen Euro ansteigen wird, verzichten die Verantwortlichen nach derzeitigem Planungsstand auf eine Erhöhung der kommunalen Realsteuern bis mindestens 2021. Der Hebesatz für die Grundsteuer B (bebaute Grundstücke) bleibt damit weiterhin unverändert bei 575 Prozentpunkten.

„Damit liegen wir seit 2016 unter dem kreisweiten Durchschnitt. Nimmt man die Kosten für Abfallbeseitigung und Entwässerung hinzu, ist ein Vier-Personen-Haushalt in Schalksmühle um einige hundert Euro pro Jahr besser gestellt als in den Nachbargemeinden“, sagte Schönenberg in seiner Haushaltsrede. 

Verabschiedung für 11. Dezember geplant 

Verabschiedet werden soll der Haushalt in der letzten Ratssitzung des Jahres am Montag, 11. Dezember. Die weiteren Beratungen finden bis dahin in den zuständigen Fachausschüssen sowie im Hauptausschuss statt.

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