Schalksmühler genießen Weihnachtsstimmung

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Janina Huhn und Detlef Buyna vom Verein „Rettungshundestaffel MK“ boten auf dem Weihnachtsmarkt in der Reithalle des Reit- und Fahrvereins Hülscheid-Heedfeld Selbstgebackenes und Dekorationsartikel an. Der Erlös kommt dem Verein zugute.

HÜLSCHEID - Aus der Not eine Tugend machen – so könnte das diesjährige Motto des Schalksmühler Weihnachtsmarkts lauten, der am Samstag auf dem Hof des Reit- und Fahrvereins Hülscheid-Heedfeld stattfand. Und obwohl sich einige Schalksmühler lieber einen weihnachtlichen Markt im Zentrum der Gemeinde gewünscht hatten, kamen über den Tag verteilt hunderte Besucher nach Hülscheid.

Nachdem sich zu wenig Standbetreiber für die Veranstaltung auf dem Rathausplatz angemeldet hatten, tat sich die Verwaltung mit dem Reit- und Fahrverein zusammen. In der Reithalle wurden die Stände entlang der Hallenwände aufgebaut. In der Mitte boten Mitglieder des Reit- und Fahrvereins verschiedene Speisen und Getränke an. Wer sich nach dem Bummel entlang der Stände noch einen Glühwein oder Snack gönnen wollte, konnte sich auf Sitzbänken niederlassen. Damit auch musikalisch Weihnachtsstimmung aufkam, spielten unter anderem Schüler der Musikschule Volmetal, der Verein „Die Volmetaler“ oder der Drehorgel Max.

Angesichts des Regenwetters draußen waren die Besucher froh, dass sie ein Dach über dem Kopf hatten. Trotzallem war die Veranstaltung in der Reithalle für viele ein ungewohntes Ambiente.

Daher waren die Reaktionen auch ganz unterschiedlich. „Für mich gehört ein Weihnachtsmarkt nach draußen, unter freien Himmel“, sagte Eva Ritter, die an ihrem Stand Adventskränze, beleuchtete Kugeln oder Weihnachtskarten verkaufte. „Ich muss ehrlich sagen, dass ich nur hier bin, weil ich im Vorfeld so viele Produkte vorbereitet habe und sie sonst nicht verkaufen könnte.“

Die Schalksmühlerin bemängelte, dass durch die Lage des Reiterhofes viele nicht kommen würden. „Für Senioren, die nicht gut zu Fuß sind, ist die Anfahrt umständlich. Die zentrale Lösung auf dem Rathausplatz wäre trotz weniger Stände besser gewesen.“

Auch die Parksituation vor Ort wurde kritisiert. Obwohl im Vorfeld darauf hingewiesen wurde, dass nur wenige Parkmöglichkeiten an der Reithalle zur Verfügung stehen und deshalb ein Shuttle-Service angeboten wird, kamen einige Besucher mit dem Auto. Wer keinen Parkplatz fand, musste auf kleinem Raum wenden und umkehren.

Das Ehepaar Wendt aus Hülscheid war mit dem Verlauf des Marktes zufrieden. An ihrem Stand am Eingang der Reithalle boten sie selbstgemachte Marmeladen, Liköre und weihnachtlich dekorierte Geschenkkörbe an. Die Liköre konnten direkt probiert werden. „Die Zutaten sammelt mein Mann auf seinen Wanderungen hier in der Umgebung. Es stammt daher alles aus heimischen Gefilden“, erklärte Angelika Wendt.

Die beiden haben seit Jahren einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt in der Reithalle, engagieren sich auch sonst für die Dorfgemeinschaft. „Daher war es für uns selbstverständlich, dass wir heute dabei sind. Ich finde es schade, dass einige Schalksmühler den Markt schlechtreden“, sagte Wendt.

Helmut Gottwald, Vorsitzender des Reit- und Fahrvereins, zog am Abend ein positives Fazit – obwohl er den Veranstaltungstermin am Samstag nicht passend fand. „Unser Markt findet sonst immer sonntags statt. Die Erfahrung hat bisher gezeigt, dass viele samstags noch Besorgungen machen“, sagte Gottwald. Und tatsächlich trudelten die meisten Besucher erst ab 14 Uhr ein. „Wir freuen uns aber trotzdem, dass so viele gekommen sind und wir so doch noch einen Markt auf die Beine stellen konnten.“

Das bestätigte auch Frank Obersheimer, der in der Verwaltung im Fachbereich Bürgerdienste arbeitet. „Es sind wirklich viele gekommen, das ist die Hauptsache. Mir persönlich wäre der Markt auf dem Rathausplatz auch lieber gewesen. Aber so war es die beste Lösung, damit die Vereine und Standbetreiber, die sich engagieren wollten, auch die Möglichkeit dazu bekommen.“ Nun würden für die Verwaltung die Planungen für das Winterfest am 22. Februar in die heiße Phase gehen.

Von Alisa Kannapin

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