„Schalksmühler Erinnerungen“: 13. Kalender-Auflage

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Stephanie Salewski (Stadtwerke Lüdenscheid, von links), Helmut Quenzel sowie Jürgen Fröhlich vom Heimat- und Geschichtsverein Schalksmühle stellten den neuen Kalender für 2016 vor.

Schalksmühle - Eine Innenansicht der Kirche in Heedfeld, eine Luftaufnahme von Hülscheid, ein Foto von Rotthausen mit Zeppelin am Himmel oder eine Aufnahme der zugefrorenen Glörtalsperre – der Kalender „Schalksmühler Erinnerungen“ für 2016 mit historischen Aufnahmen aus allen Ortsteilen von Schalksmühle ist da.

Den Kalender mit einer Auflage von 1200 Exemplaren geben wieder die Stadtwerke Lüdenscheid kostenlos aus. „Alle Liebhaber des historischen Kalendariums haben somit die Möglichkeit, ihre Sammlung zu vervollständigen“, teilen die Stadtwerke mit.

Bereits zum 13. Mal wird der Kalender „Schalksmühler Erinnerungen“ veröffentlicht. Für die inhaltliche Gestaltung mit Fotos und Begleittexten war einmal mehr der Heimat- und Geschichtsverein Schalksmühle verantwortlich.

Ortsgeschehen treffend porträtiert

Dabei ist es den Heimatforschern erneut gelungen, eine Sammlung von Fotos zusammenzustellen, die das Ortsgeschehen der Volmekommune im 19. und 20. Jahrhundert treffend porträtieren. Dabei sind Veränderungen im Ortsbild genauso zu finden wie Landschaftsaufnahmen und Menschen – dabei ist jedes Foto mit gut recherchierten und informativen Beschreibungen versehen.

Zuständig für die Auswahl der Motive und das Verfassen der Texte war für den Kalender 2016 erneut Jürgen Fröhlich, Kassierer im Heimat- und Geschichtsverein. Fröhlich muss für die Kalenderbilder aus circa 4000 Abbildungen und Fotos aus dem Archiv des Heimat- und Geschichtsvereins die schönsten herausfiltern. Zudem hat der 41-Jährige in den vergangenen gut 20 Jahren eine Sammlung von circa 700 Ansichtskarten mit Motiven aus Schalksmühle und dem Umkreis zusammengetragen.

Auswahl wird immer schwieriger

Dennoch werde die Auswahl an geeigneten Bildern für den Kalender von Jahr zu Jahr schwieriger. „Schließlich wollen wir keine Aufnahme verwenden, die in einem der zwölf vorherigen Kalender schon mal zu sehen war“, sagt Fröhlich. In einem ersten Schritt wählt Fröhlich 30 bis 40 Bilder aus. „Dann geht es an die Feinjustierung und die Entscheidung, welche Bilder es schließlich wirklich in den Kalender schaffen“, so der 41-Jährige.

Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl sei auch eine gute Qualität der jeweiligen Bildvorlagen. Stehen die Kalendermotive fest, macht sich Fröhlich an das Verfassen der Begleittexte. „Dies ist der schwierigste Teil der Arbeit. Historische Daten und Zeitangaben müssen ermittelt werden“, erklärt Fröhlich.

Die Bilder des 2016er-Kalenders decken zeitlich gesehen eine große Bandbreite ab. Die früheste Aufnahme – Schalksmühle mit Kirche, aber noch ohne Turm – stammt aus den 1890er-Jahren, die neuesten Aufnahmen stammen aus den 1960er- und 70er-Jahren. Dabei wird auch ein recht aktuelles Thema aufgegriffen: Nach der Umgestaltung des Volmeparks in den vergangenen Monaten und der Wiedereröffnung ist auf dem Mai-Kalenderblatt eine Ansicht des Parks Ende der 1960er-Jahre zu sehen.

Besonderes Druckverfahren

Produziert wurden die Kalender in der Lüdenscheider Druckerei Seltmann. „Dabei wird eine spezielle Technologie eingesetzt, die die Bilder nicht wie üblich mit vier Buntfarben, sondern mit vier Grautönen druckt“, sagt Stephanie Salewski, bei den Stadtwerken für das Kalenderprojekt verantwortlich. Dadurch erhielten die historischen Aufnahmen eine hohe Brillanz und Tiefe, die mit herkömmlichen Verfahren nicht zu erreichen sei.

„Die ,Schalksmühler Erinnerungen’ haben mittlerweile eine gute Tradition und unsere Kunden zeigen weiterhin ein ungebrochen großes Interesse am Kalender. Darüber freuen wir uns sehr und haben uns daher trotz der derzeit schwierigen wirtschaftlichen Situation unseres Unternehmens dafür entschieden, unser Engagement in diesem Fall fortzuführen“, sagt Wolfgang Struwe, Geschäftsführer der Stadtwerke Lüdenscheid.

Der Kalender ist ab sofort im Bürgerbüro, Rathausplatz 1, während der jeweiligen Öffnungszeiten kostenfrei zu erhalten.

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