Raus aus der Schuldenfalle

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Schalksmühle - Schalksmühler, die Hilfe bei der Schuldner- und Insolvenzberatung der Stadt Lüdenscheid suchen, die auch für das Volmetal zuständig ist, hatten im vergangenen Jahr durchschnittlich Verbindlichkeiten in Höhe von knapp 50 000 Euro.

Insgesamt 44 Einwohner der Volmegemeinde wandten sich in diesem Zeitraum ratsuchend an die Institution mit Sitz am Rathausplatz 23 in Lüdenscheid. Hinzu kamen zwölf weitere sogenannte Kurzberatungen. Dies geht aus der statistischen Auswertung des Jahres 2016 hervor, die die Schuldnerberatung jetzt veröffentlicht hat. 

Die Hauptursachen der Verschuldung sind für Petra Kayo, Beraterin für die Volme-Kommunen sowie Herscheid, Arbeitslosigkeit, längerfristiges Niedrigeinkommen, unwirtschaftliche Haushaltsführung, Erkrankung/Sucht, Trennung oder Scheidung, aber auch eine gescheiterte Selbstständigkeit oder Immobilienfinanzierung. 

Häufig nur geringes Einkommen 

So betrug bei mehr als 70 Prozent der Schuldner das monatliche Einkommen maximal 1500 Euro. In 15 Fällen bezogen die Schuldner Arbeitslosengeld I oder II sowie in sieben Fällen Sozialhilfe beziehungsweise Grundsicherung. Die meisten Schuldner (13) gehörten der Altersgruppe der über 51-Jährigen an. Die stärkste Gläubigergruppe mit fast 18 Prozent waren die Handy- und Telekommunikationsanbieter, gefolgt von Banken mit gut 15 Prozent sowie Ämter und Behörden (gut 13 Prozent). 

Die Spanne bei der Verschuldungshöhe reichte von unter 2500 bis zu 250 000 Euro, die Anzahl der Gläubiger von eins bis mehr als 31. Insgesamt beliefen sich die Verbindlichkeiten auf mehr als 2,7 Millionen Euro. 

Beratung, Überblick und Unterstützung 

Hilfe durch die Schuldnerberatung Lüdenscheid erhalten Menschen, die in die Verschuldung geraten sind und absehen können, dass sie sich aus eigener Kraft nicht aus der Falle befreien können. Voraussetzung ist, dass sie nicht selbstständig sind oder ehemals zwar selbstständig waren, aber nicht mehr als 19 Gläubiger haben. 

Die Schuldnerberatung bietet dann eine allgemeine Beratung an, verhilft zum Überblick über die Situation von Einnahmen und Ausgaben, unterstützt die Klienten bei Lohnpfändung, Kontosperrung oder drohendem Wohnungsverlust.

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