Schalksmühler engagieren sich für Flüchtlinge

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Irmtraud Quenzel, Enid Lal und Klaus Werthmann (v. li.) engagieren sich im Netzwerk Flüchtlingsarbeit. Ludwig Schweig (rechts) möchte eine Wanderung für die Flüchtlinge anbieten.

Schalksmühle - Das Netzwerk Flüchtlingsarbeit lud am Dienstag zum dritten Runden Tisch in den Ratssaal ein. Dem Netzwerk gehören zahlreiche Mitglieder der Gemeinde an, die sich ehrenamtlich auf unterschiedliche Weise für die Flüchtlinge einsetzen.

Irmtraud Quenzel, die gemeinsam mit Klaus Hunecke als Mittlerin zwischen dem Netzwerk und der Verwaltung fungiert, hatte zahlreiche Themen auf ihrer Agenda, die im Rahmen des Runden Tisches zur Sprache kamen.

Als Erstes wurde die Idee erörtert, eine Sprechstunde für Flüchtlingsfragen in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk anzubieten. Bürgermeister Jörg Schönenberg sagte zu, dass Räumlichkeiten im Rathaus an ein bis zwei Terminen im Monat für ein solches Vorhaben zur Verfügung gestellt werden könnten. Allerdings müssten die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geklärt werden.

Ferner stand die Verbesserung der Flüchtlingsunterkunft „In der Lieth“ zur Debatte. Von Klaus Hunecke wurde ein neuer Anstrich für die Räume angeregt, der von den Bewohnern unter Federführung des gemeindlichen Gebäudemanagements ausgeführt werden könnte. Der Bürgermeister sagte zu, die Farbe für eine solche Aktion aus Gemeindemitteln bereitzustellen.

Die Sauberkeit in dem Gebäude habe sich grundlegend verbessert, erklärte Irmtraud Quenzel, und zwar durch den Einsatz einer Leistungsempfängerin als Reinigungskraft. „Natürlich gibt es immer einige, die nicht verstehen, dass alles sauber gehalten werden muss, aber daran kann man nun einmal nichts ändern.“

Zum Thema Sprachkurse berichtete Enid Lal von einer Gruppe Frauen, die die deutsche Sprache derzeit ganz ohne Bücher erlernt. „Die Gruppe trifft sich in den Räumen der Stadtmission in der Viktoriastraße, bei der wir uns sehr herzlich bedanken, dass wir dort unsere Stunden abhalten können.“

Wanderung für Flüchtlinge

Zahlreiche Schalksmühler Sportvereine, so hieß es, würden darüber hinaus für die Flüchtlinge Angebote bereithalten. Zum Beispiel würde der TuS Linscheid-Heedfeld einen Tanzkurs für Flüchtlingskinder anbieten, und der TuS Stöcken-Dahlerbrück möchte Flüchtlingskindern sogar die kostenlose Teilnahme in allen vom Verein angebotenen Bereichen ermöglichen. Auch die Hobbykicker sind offen für Flüchtlinge.

Die meisten Teilnehmer des Runden Tisches waren sich einig, dass es sinnvoll wäre, einen Flüchtlingsverein zu gründen. Dies könne hilfreich sein, um die Kosten für konkrete Hilfsmaßnahmen abzudecken.

Abschließend bot Ludwig Schweig den Flüchtlingen am 28. Juli ab 16.30 Uhr eine Wanderung über den Schnurrenweg an, bei der naturwissenschaftliche Inhalte vermittelt werden sollen. Die Versammlungsteilnehmer sprachen sich dafür aus, am Veranstaltungstag zu schauen, ob hierfür eine Nachfrage besteht.

Ganz allgemein wurde im Rahmen des Runden Tisches von vielen Diskussionsteilnehmern angemerkt, dass sich die Schalksmühler Bevölkerung in hohem Maße für die Flüchtlingshilfe interessiert und engagiert. Abschließend bedankte sich Jörg Schönenberg bei allen Beteiligten: „Eine solche Initiative macht Schalksmühle lebens- und liebenswert.“

Der nächste Runde Tisch findet am 22. September ab 19 Uhr statt – allerdings nicht im Ratssaal, sondern in einem zwangloseren Rahmen, bei dem der Bürgermeister die Kosten übernimmt.

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