SPD will Ortskern-Aufwertung beschleunigen - Ratsfraktionen kritisieren Vorgehen

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Die SPD möchte unter anderem den Schnurrenweg als Freizeitort aufwerten.

Schalksmühle - Mit gleich fünf Maßnahmen möchte die SPD die Attraktivität des Ortskerns steigern. Doch die Anträge, die in diesem Zusammenhang im Gemeinderat gestellt wurden, wirken für die anderen Fraktionen wie ein alter Hut, den sich nun die Sozialdemokraten alleine aufsetzen.

Die Maßnahmen im Überblick: Die SPD möchte eine Aufwertung des Schnurrenwegs erreichen. Hierzu sollen unter anderem Sitzbänke einheitlich erneuert, Müllbehälter aufgestellt, Behälter für Hundekotbeutel angebracht, der Zaun an der Hälver fortgeführt, eine Informationstafel zur Schnurre angeschafft und der Weg abends beleuchtet werden. Zudem möchte man eine Begrünung des Dorfzenturms anstoßen. Zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität sollen Blumenkübel, -ampeln und Pflanzkästen bepflanzt werden. Diese Maßnahme sei ein Schlüsselelement zur Attraktivitätssteigerung. Angeregt wird auch die Auseinandersetzung mit einer sogenannten Dreck-Weg-App für das Smartphone, mit der Bürger leichter Verschmutzungen im Gemeindegebiet bei der Verwaltung melden können. 

Stärkung des Handels

Die Fassade der Bahnhofstraße 16 bis 22 soll durch Bilder aus der Gemeinde verschönert werden.

Außerdem soll über die Anschaffung von Sitzgelegenheiten auf dem Rathausplatz und die Verschönerung der Fassade der Bahnhofstraße 16 bis 22 nachgedacht werden. Insgesamt sollen alle diese Maßnahmen dazu beitragen, dass das Dorf schöner und „die Überlebenschance der Einzelhändler“ erhöht sowie dem Leerstand entgegengewirkt wird, ist in den entsprechenden Schreiben der Fraktion zu lesen. Die Sozialdemokraten beziehen sich auf das in 2018 verabschiedete Einzelhandelskonzept der Gemeinde und sind der Meinung, dass ihre Vorschläge ein Teil zur Stärkung des Handels beitragen können. 

Stimmen der Ratsfraktionen

Pflanzen sollen den Ortskern attraktiver machen und wieder mehr Menschen zum Einkaufen auf die Bahnhofstraße locken.

Der Vorstoß der SPD löst bei Dietmar Dassler (FDP) Verwunderung aus. Er begrüßt diese Maßnahmen, verwies aber auf die im Vorfeld der Regionale 2013 interfraktionell beschlossenen Punkte zur Aufwertung des Ortskerns. Indirekt wirft er der SPD einen Alleingang vor. Auch André Krause (CDU) stimmten die Anträge nicht glücklich. Er ist der Meinung, dass man alle Anträge auch unter einen Punkt zusammenfassen hätte können. 

Er bemängelte bei diesem Vorgehen den Stil der SPD. Zudem wies er auf die langfristigen Kosten für die Gemeinde im Zuge der Erhaltung und Pflege, entweder durch den Bauhof oder durch ein Drittunternehmen, hin. Lutz Schäfer (SPD) kommentierte die Vorwürfe mit den Worten: „Wir lassen uns kein Antragsverbot auferlegen. Wir wollen mit den Anträgen den Prozess der Aufwertung des Ortskerns beschleunigen.“ 

Die Mitglieder des Gemeinderats votierten letztendlich einstimmig dafür, dass das Thema in den Fachausschüssen vertieft und dass dann im Hauptausschuss ein Beschluss gefasst wird.

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