So feiern die Schalksmühler das Fest

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Dass der Baum geschmückt wird, steht meist fest – in der Farbe unterscheiden sich die Geschmäcker.

Schalksmühle - Was wäre der Heilige Abend ohne die passende Atmosphäre? Zu einem besinnlichen Weihnachtsfest gehört es dazu, sein Zuhause auch entsprechend zu dekorieren.

Doch wer sucht zum Beispiel den Baum aus und schmückt ihn anschließend? come-on.de hat bekannte Schalksmühler gefragt, wie bei ihnen der Weihnachtsbaum aussieht.

Gibt es einen Tannenbaum oder nicht?

Für die befragten Schalksmühler lautet die Antwort: „Ja, natürlich!“. „Wir folgen dieser Tradition schon immer. Ein Baum gehört einfach dazu. Wenn wir schon keinen Schnee haben, dann zumindest einen Baum“, sagt Ortwin Schmidt, Ratsherr der UWG und aktives Mitglied in der Bürgerinitiative Dahlerbrück.„Ein Baum ist auf jeden Fall eine Tradition. Weihnachten ohne eine Tanne ist für uns unvorstellbar“, meint auch Michaela Schimchen, amtierende Königin der Hülscheider Schützen. Jedes Jahr steht auch ein Baum im Hause Quenzel, berichtet Irmtraud Quenzel, UWG-Ratsfrau und Leiterin des Netzwerks Flüchtingshilfe Schalksmühle.

Irmtraud Quenzel

„Selbstverständlich gehen wir der Weihnachtsbaum-Tradition nach. Bei einer siebenjährigen Tochter ist das ein absolutes Muss. Schließlich findet das Christkind uns ja besser, wenn es den Lichtern des Weihnachtsbaumes folgen kann“, erklärt Meike Schmidt, geschäftsführende Gesellschafterin der Lumberg-Gruppe.

Wie sieht der Baumschmuck aus – modern oder traditionell? 

„Aus Sicherheitsgründen sind wir seit der Geburt unserer Tochter auf die LED-Lichterketten anstelle von echten Kerzen umgestiegen. Diese werden als erstes im Baum drapiert. Als Schmuck haben wir eine Mischung aus Tradition und Moderne. Farblich ist unser Baum immer in weiß-rot-silber gehalten. 

Meike Schmidt

Darüber hinaus haben wir weiße Porzellan-Schaukelpferde, weiße Engel, silberne und rote Sterne, silberne und weiße Schlüssel, rote, weiße und silberne Kugeln, rote Phiolen, sowie ein paar Anhänger mit geschliffenen Kristallsteinen – Glitzer geht eben immer. Vervollständigt wird der Schmuck dann durch Äste mit weißen Beeren dran, die tiefer in den Baum gelegt werden und rote Weihnachtssternblüten, die festgedrahtet werden. 

Michaela Schimchen

Und was als Hingucker natürlich nicht fehlen darf, sind die zwei grünen Lumberg-Weihnachtskugeln, die wir vor fünf Jahren, zum 80. Geburtstag des Unternehmens, unter anderem als Mitarbeiter-Geschenk zu Weihnachten verteilt haben. Hinzu kommt dann natürlich noch das ein oder andere selbstgebastelte Deko-Stück unserer Tochter“, beschreibt Meike Schmidt ausführlich die Deko bei ihr Zuhause. Ganz gemischt, mit Kugeln, die Großvater Schmidt selbst geblasen hat, sieht es am Baum von Ortwin Schmidt und seiner Frau in Dahlerbrück aus. 

Ebenfalls traditionell geht es im „Königshaushalt“ zu. „Bei uns gibt es Kugeln, Engel, Schlitten und einen großen Stern in der typischen Weihnachtsfarbe Rot. Das weckt Kindheitserinnerungen“, so Michaela Schimchen. Seit 25 Jahren haben die Quenzels ihren Baum mit selbstgebastelten Sachen der Kinder geschmückt. Hinzu kamen Glasschmuck und helle Schleifen. „Seit drei oder vier Jahren nehmen wir aber Kugeln und Kerzen in rot, gold oder silber.“

Wer schmückt den Weihnachtsbaum?

„Das macht meine Frau. Dann ist das Weihnachtsfest auch gerettet“, sagt Ortwin Schmidt mit einem Augenzwinkern. Im Hause Schimchen wird hingegen gemeinsam mit den Kindern geschmückt. „Die Kerzen machen wir zusammen dran. Den Rest mache ich dann“, sagt Irmtraud Quenzel. 

„Die Deko-Ideen habe ich von meiner Mutter übernommen. Den einen oder anderen Weihnachtsbaum- und Adventsschmuck habe ich auch bei ihr stibitzen dürfen. Die Verantwortung liegt also klar bei mir. Schmücken ist bei uns Frauensache – meistens schmücke ich gemütlich mit einer Freundin und unserer Tochter zusammen. Abgeschmückt wird aber dann zusammen von meinem Mann, meiner Tochter und mir.

Zu guter Letzt fliegt der Baum dann durchs Wohnzimmerfenster auf die Wiese hinterm Haus, bevor er entsorgt wird.“ Gekauft werde die Tanne meist in der näheren Umgebung. Hauptsache, sie ist gut gewachsen und nadelt nicht so. Dabei ist das gemeinsame Erlebnis ein wichtiges Element des Kaufes. 

„Wir haben da eine Familientradition. Wir fahren am dritten oder vierten Advent nach Rölvede und schlagen dort eine Tanne. Anschließend gibt es ein gemeinsames Frühstück“, erklärt Irmtraud Quenzel. 

„Traditionell fahren wir am dritten Adventswochenende zu einem lokalen Händler, wo wir uns mit der Säge oder Motorsäge bewaffnet in das Unterholz schlagen. Der Baum wird dann demokratisch gemeinsam von meinem Mann, meiner Tochter und mir ausgesucht und geschlagen. Im Nachgang gibt es obligatorisch den Kakao und den Glühwein zum Warmwerden sowie Bratwurst und Waffeln“, beschreibt Meike Schmidt ihr Familienritual.

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