Trotz Mehrkosten

Grünes Licht für den Kunstrasen

+
Der Kunstrasenplatz kommt. Am Montagabend beschloss der Bau- und Planungsausschuss den Bau der Sportanlage in Kuhlenhagen – trotz Mehrkosten in Höhe von rund 49 000 Euro für eine Versickerungsanlage.

SCHALKSMÜHLE - Er wird deutlich teurer als gedacht, aber er wird gebaut – der Kunstrasenplatz in Kuhlenhagen. Am Montagabend entschied der Bau- und Planungsausschuss den Bau des Platzes.

Aufgrund von Planänderungen bei der Platzdrainage und der Versickerungsanlage wird die Maßnahme jedoch rund 49 000 Euro teurer als anfangs kalkuliert.

Am kommenden Montag wird der Hauptausschuss abschließend über die Baumaßnahme entscheiden. Eine Untersuchung des Geländes durch einen Gutachter ergab, dass für die Versickerungsanlage des Platzes eine Fläche von 1000 Quadratmetern notwendig wird. Laut Frank Baumann vom zuständigen Architektur- und Ingenieurbüro Baumann wurden Alternativen geprüft, die jedoch deutlich teurer seien. Die günstigste Lösung sei eine Rigolenversickerung, die 49 000 Euro mehr kosten würde. Damit steigen die Gesamtkosten auf rund 765 000 Euro.

Frank Baumann stellte den Ausschussmitgliedern am Montag jedoch eine Einsparmöglichkeit vor. „Wenn Sie auf die Option, später eine Rundbahn anzulegen, verzichten würden, könnte der Platz um zehn Meter verschoben werden. Es würde erstens weniger Grundstück gebraucht und zweitens könnte in dem Bereich mit Massenausgleich gearbeitet werden. Außerdem würden die Pflaster- und Grünflächen verringert, wodurch insgesamt rund 28 000 Euro eingespart werden könnten“, erklärte Baumann. Darüber hinaus könnte der Bau der Tribüne etwa 20 000 Euro günstiger gestaltet werden, indem man im ersten Bauabschnitt weniger Stufen baut. Eine Erweiterung sei später noch möglich.

Lutz Schäfer (SPD) positionierte sich im Anschluss klar und sagte, dass er die Laufbahn perspektivisch für erforderlich halte. Was die Tribüne angehe, favorisiere er die kleinere Variante. Zum geplanten Bau einer Doppel-Garage zur Unterbringung von Geräten sagte Schäfer, dass hier auch eine günstigere Möglichkeit gefunden werden könne, zum Beispiel durch einen Fertigbau.

Bauplan der Sportanlage Kuhlenhagen

Ortwin Schmidt von der UWG sagte, dass ihn störe, dass überhaupt keine Alternativen zur Versickerung vorgestellt worden seien und der Ausschuss vor vollendete Tatsachen gestellt werde. „Man könnte auch eine Kombination eines Teichs und einer Versickerungsrigole machen. Außerdem wurde die Verdunstungsrate nicht berücksichtigt“, sagte Schmidt. Frank Baumann antwortete, dass eine Alternative mit Speicherblöcken untersucht worden sei, die aber nochmal 20 000 Euro mehr kosten würde. „Wenn wir einen offenen Teich bauen, muss auch geklärt sein, wohin das Wasser läuft, wenn der überlaufen würde“, sagte Baumann. Letztlich richte er sich nach den Vorgaben und dem Urteil des Gutachters.

Jochen Potberg (UWG) äußerte sich abschließend und sagte, dass sich die UWG der Aussage von Lutz Schäfer anschließt. „Wir dürfen uns für die Zukunft nichts verbauen, daher sollte berücksichtigt werden, dass die Laufbahn gebaut werden kann.“ Die CDU schloss sich dem an. Letztlich beschloss der Ausschuss einstimmig bei einer Enthaltung, dass der Platz mit Rundbahn-Option, Versickerungsanlage und kleinerer Tribüne gebaut wird. Darüber hinaus sollen noch Gespräche mit den Vereinen stattfinden, ob die Garage zur Unterbringung von Gerätschaften nötig ist. Laut Architekt Frank Baumann sollen die Baumaßnahmen in Kuhlenhagen Anfang Mai beginnen. - von Alisa Kannapin 

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare