33-jähriger wirft mit Whiskyflasche

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Ein 33-Jähriger aus Schalksmühle randaliert betrunken und gelandet dafür vor Gericht.

Schalksmühle - Geschichte aus dem Amtsgericht: Eine Qualitätsprüfung der besonderen Art lieferte ein 33-jähriger Schalksmühler am 26. Februar an der Hälverstraße: Er schleuderte aus dem ersten Stock eines Hauses eine Whiskyflasche auf die andere Straßenseite.

Laut Zeugenaussagen überstand die Flasche den Aufprall auf die Frontscheibe eines Autos, in dem seine frischgebackene Exfreundin mit einer Freundin saß. Auch die Scheibe bewies ihre Qualität: Sie bekam Risse, splitterte aber nicht, und die beiden Frauen blieben unverletzt. 

Dass der 33-Jährige auf die herbeigeeilten Polizeibeamten mit üblen Beleidigungen losging, ging offenbar auf den vorangegangenen Genuss des Inhalts der Whiskyflasche zurück, der ihm noch am Abend knapp zwei Promille Alkohol im Blut bescherte. Denn knapp zwei Stunden später mussten die Beamten schon wieder ausrücken, weil er sich zur Wohnung seiner Ehemaligen begeben und sich dort ebenfalls nicht besonders nett verhalten hatte. Der um seine Hand gewickelte Gürtel schaffte es allerdings nicht in die Riege der abgeurteilten Straftaten. 

Zwei Promille Alkohol im Blut

„Ich war ziemlich betrunken“, erklärte der Angeklagte im Amtsgericht Lüdenscheid und legte ein umfassendes Geständnis ab, obwohl er sich nicht mehr so ganz erinnern konnte. Die Zeugen klärten an seiner Stelle die Geschehnisse: Die Polizisten würdigten, dass der Angeklagte sich schon wenige Tage später bei ihnen für seine niveaulosen Beleidigungen entschuldigt und dies auch vor dem Gerichtssaal wiederholt hatte. 

Die beiden Zeuginnen erklärten die Hintergründe: „Wir wollten beim Angeklagten den Schlüssel abholen“ – jenen Schlüssel, mit dem er noch in die Wohnung seiner Exfreundin hätte gelangen können. Nach der Drohung mit der Polizei habe er diesen auch herausgerückt, bevor der Whisky ihm die Sinne vernebelte. Im Gegenzug habe er dann einige Gegenstände bei der Wohnung seiner Ex abholen wollen, wodurch der materielle Teil der Trennung in entscheidenden Punkten vorankam. 

Keine versuchte Körperverletzung 

Strafrechtlich verschwand der Vorwurf der versuchten gefährlichen Körperverletzung. „Es lässt sich nicht feststellen, dass der Angeklagte die Zeuginnen verletzen wollte“, trug der Staatsanwalt vor. Übrig blieben eine Sachbeschädigung und die Beleidigung. Dass die Geschichte sehr teuer für den Angeklagten wurde, lag an seinen Vorstrafen und an seinem relativ guten Einkommen: 90 Tagessätze zu je 55 Euro summieren sich auf stolze 4950 Euro.

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