Klimaschutz

Schalksmühle will Klimaschutz-Manager in Vollzeit

Solaranlage, Klimaschutz-Manager, Grundschule Spormecke
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Klimaschutz in Schalksmühle: Nach früheren Maßnahmen wie der Übernahme der Solaranlage auf dem Dach des Feuerwehrgerätehauses an der Spormecke möchte die Gemeinde in 2021 weitere Schritte zum Thema Klimafreundlichkeit gehen.

Bereits seit Anfang September liegt das von der Gemeinde in Auftrag gegebene Integrierte Klimaschutzkonzept für Schalksmühle vor. Im Arbeitskreis für Energie und Klima wurde es inklusive eines Maßnahmenkatalogs erstmals vorgestellt.

Schalksmühle - Die Anwesenden konkretisierten und priorisierten dort zusammen mit Kim Wrede vom verantwortlichen Projektbüro Gertec einzelne Bausteine und Maßnahmen, die vom Fördermittelgeber, dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, vorgegeben sind.

Nachdem die Gemeinde bereits in der Vergangenheit mit der Umstellung auf LED-Beleuchtung in öffentlichen Gebäuden, der Sanierung von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung sowie der Errichtung und Übernahme von Fotovoltaikanlagen erste Schritt getan hat, sollen ab 2021 mithilfe eines Klimamanagers neue Projekte angegangen werden.

Die Umsetzung aller Maßnahmen erfordere aber einen qualifizierten Personaleinsatz, der in dem notwendigen Umfang nicht von den Mitarbeitern der Gemeinde geleistet werden kann, heißt es vonseiten der Verwaltung. „Der Maßnahmen-Katalog gibt einen gewissen Zeitrahmen für die Umsetzung vor. Das heißt, dass genug Arbeit für eine Vollzeitstelle da ist“, erklärt der derzeit mit dem Thema Klimaschutz beauftragte Gemeindemitarbeiter Ralf Bechtel. Ein funktionierendes Klimaschutzmanagement sei allerdings Voraussetzung für die Umsetzung des Konzeptes.

Anstelle eines Klima-Cafés veranstaltete die Gemeinde eine Online-Umfrage zum Thema Klimaschutz.

Das Bundesministerium fördert die Einstellung eines Klimaschutzmanagers für die Gemeinde mit 80 Prozent. Finanzschwache Städte und Gemeinden erhalten sogar eine 100-prozentige Unterstützung. „Warum sollte eine Kommune mit schwachem Haushalt die halbe Stelle wollen“, begründet Ralf Bechtel die Tatsache, dass vorher angedachte Kooperationspartner aus dem Volmetal nun wegfallen.

Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt

Zudem sei es einfacher, eine volle Stelle auszuschreiben. Die Gründe dafür seien, dass sich nicht nur für die Kandidaten im Bezug auf ihr Privatleben Vorteile ergeben, sondern auch die Arbeit bei zwei Halbtagsstellen „inhomogen“ sei. „Viele Kommunen stellen nun einen Klimaschutzmanager ein. Mit einer Vollzeitstelle ist man auf dem Arbeitsmarkt konkurrenzfähiger“, benennt der Bauamtsleiter ein weiteres Argument. Die Förderung gelte für drei Jahre. Eine Anschlussförderung für weitere zwei Jahre sei aber denkbar. Da das Thema von Verwaltung und auch von den Fraktionen als so wichtig erachtet werde, sei eine Verlängerung über den Förderzeitraum hinaus ebenfalls möglich und biete den betroffenen Personen eine längerfristige Perspektive.

Die Verwaltung hat angekündigt, den vollzeitbeschäftigten Klimaschutzmanager im Fachbereich III Planen und Bauen (Technisches Bauamt) einzustellen. Von dort aus soll eine enge Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis und dem zuständigen Fachausschuss für öffentliche Einrichtungen, Umwelt- und Klimaschutz stattfinden.

Um Mittel vom Bund zu bekommen, muss im Gemeinderat das Klimaschutzkonzept beschlossen werden. Erst dann sind die mit dem Klimaschutzmanagement verbundenen weiteren Förderungen wie beispielsweise Mittel für Öffentlichkeitsarbeit möglich.

Zeitlicher Rahmen steht fest

Dem Fachausschuss für öffentliche Einrichtungen, Umwelt- und Klimaschutz wird das Konzept am Montag, 30. November, vorgestellt. Dieser gibt dann, wie auch der Hauptausschuss am 14. Dezember, eine Beschlussempfehlung an den Gemeinderat ab. Dieser soll dann noch vor Weihnachten, am 21. Dezember, die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes und die Beantragung von besprechenden Fördermitteln beim Bund für das geplante Klimaschutzmanagement beschließen.

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