Temporeduzierung möglich?

Raser am Flaßkamp erneut Thema bei der CDU Schalksmühle

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Zur CDU-Fraktionssitzung zur Verkehrssituation in den Bereichen Flaßkamp und Stallhaus kam unter anderem auch der CDU-Kreistagsabgeordnete Ralf Schwarzkopf (links). J Fotos: Othlinghaus

Schalksmühle - Die Verkehrssituation am Flaßkamp war am Dienstag wieder ein  Thema und zwar bei einer offenen Fraktionssitzung der CDU Schalksmühle, bei der die CDU-Mitglieder bei den Anwohnern Uwe und Sabine Haack zu Gast waren.

An der Besprechung, zu der ausdrücklich auch interessierte Bürger eingeladen waren, nahmen unter anderem der CDU-Fraktionsvorsitzende André Krause, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ulrich Pfaffenbach, die CDU-Kreistagsabgeordneten Ralf Schwarzkopf und Bernd Josef Schmitt sowie der Fachbereichsleiter Technisches Bauamt der Gemeinde, Ralf Bechtel, teil. 

Im Rahmen des Gesprächs stellten zum einen die Anwohner noch einmal die Verkehrssituation am Flaßkamp dar, zum anderen erläuterte Ralf Bechtel die möglichen Maßnahmen, die gegen ein erhöhtes Verkehrsaufkommen sowie die hohe Geschwindigkeit vieler durchfahrender Fahrzeuge zum Einsatz kommen könnten. 

Bereits seit 25 Jahren, so einige Anwohner, hätten die Menschen am Flaßkamp mit Problemen durch Raser sowie mit dem Umstand zu kämpfen, dass es in weiten Teilen des Flaßkamps keine Geschwindigkeitsbegrenzung gebe. 

Zusätzlich zum durch das Gewerbegebiet bedingten Verkehr, der laut Ralf Bechtel rund 60 Prozent des Verkehrs im Flaßkamp und dem Wohngebiet Stallhaus ausmache, befürchten die Anwohner ein noch deutlich größeres Verkehrsaufkommen durch eine Erweiterung des Wohnbaugebietes Stallhaus.

Neues Wohnbaugebiet Stallhaus 

In diesem Zusammenhang wies jedoch Ralf Bechtel darauf hin, dass statistische Berechnungen zu dem Ergebnis gekommen seien, dass die Erhöhung des Verkehrsaufkommens durch die maximal 50 neuen Wohneinheiten eher gering ausfallen werde. Viel wichtiger waren den Anwohnern indes die schon lange bestehenden Probleme durch zu schnell fahrende Autos, die aus ihrer Sicht nicht nur eine erhebliche Gefährdung der Fußgänger am Flaßkamp und im Ortsteil Stallhaus, sondern vielerorts auch eine nicht zu unterschätzende Lärmbelästigung darstellen. 

Als Maßnahmen dagegen stehen derzeit zahlreiche Möglichkeiten zur Verkehrsverringerung und Verkehrsberuhigung zur Disposition, die Ralf Bechtel noch einmal ausführlich erläuterte. Brachiallösungen wie zum Beispiel eine Vollsperrung seien eine eher ungeeignete Maßnahmen, erklärte der Bauamtsleiter, da sie dafür sorgen würden, dass viele Bürger nicht nach Schalksmühle, sondern lieber nach Lüdenscheid zum Einkaufen fahren, da dies dann weniger umständlich sei. 

Auch ein Einbahnverkehr, bei dem viel mit Kontrollen gearbeitet werden müsse sowie ein Abbiegeverbot des von Hagen kommenden Verkehrs seien keine guten Lösungen, wobei durch letztere Maßnahme die Autofahrer gezwungen wären, unnötige Umwege in Kauf zu nehmen oder in Versuchung kämen, das Linksabbiegeverbot einfach zu missachten.

Temporeduzierung möglich 

Auf Zustimmung bei den anwesenden Anwohnern stießen dagegen diverse bauliche Möglichkeiten der Verkehrsberuhigung – zum Beispiel durch Borden und Barken. Die Durchfahrt müsse für den Durchgangsverkehr einfach deutlich unattraktiver werden, merkte ein Anwohner an. Als eine gute erste Maßnahme wurde auch eine Temporeduzierung auf 50 km/h im unteren Teil des Flaßkamp angesehen, wobei Versuche in dieser Richtung, so der Tenor der Anwohner, bereits in der Vergangenheit am Märkischen Kreis, der die Anordnung erteilen müsse, gescheitert seien. 

Ralf Bechtel zeigte sich in diesem Zusammenhang jedoch deutlich optimistischer, bei einer guten Begründung eine entsprechende Anordnung vom Kreis erwirken zu können. Ralf Schwarzkopf trat schließlich ebenfalls für die Möglichkeit ein, erst einmal kurzfristig eine Temporeduzierung zu erwirken, insbesondere auch um ein Signal zu setzen, dass sich mit Blick auf die Verkehrssituation am Flaßkamp und in Stallhaus endlich etwas tut.

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