Online-Mängelmelder für die Bürger

Müll, Schrott und mehr: Positive Resonanz auf den Mängelmelder

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Der Mängelmelder ist im Online-Serviceportal der Gemeinde zu finden.

Schalksmühle - Knapp drei Wochen ist der neue Mängelmelder der Gemeinde nun online. So sieht die Resonanz aus. 

Die Resonanz auf das Angebot der Verwaltung ist gut, sagt Sabrina Knappe, zuständige Verwaltungsmitarbeiterin im Fachbereich Finanzbuchhaltung, Steuern und Zentrale Dienste. „Es ist sehr erfreulich, dass diese Funktion schon jetzt von verschiedenen Bürgern genutzt wird.“ Die Nutzer würden einen groben Schnitt durch die Bürgerschaft darstellen – von jung bis alt, vom Höhengebiet und den kleineren Gemeindeteilen wie Winkeln und Rölvede bis in den Ortskern.

Um das Angebot bei den Bürgern präsent zu machen, hat die Verwaltung dafür geworben und den Mängelmelder auf der Internetseite an unterschiedlichen Stellen, unter anderem im sogenannten Serviceportal, platziert. Mit dem Online-Angebot möchte die Gemeindeverwaltung die Hürden der persönlichen Kontaktaufnahme umgehen. 

Drei Meldungen pro Woche

In den ersten 14 Tagen seien bislang drei Meldungen pro Woche eingegangen, sagt Sabrina Knappe. So lange ist der Service online. Gemeldet wurden dabei unter anderem Ölflecken, abgemeldete Autos, die länger im öffentlichen Raum stehen, und wilde Müllkippen. Diese Zusatzinformationen aus der Bevölkerung seien für die Gemeinde sehr wichtig, um Ordnung in Schalksmühle halten zu können. „Wir halten zwar die Augen offen, doch wir können nicht alles sehen.“ Dass die Meldungen in Echtzeit bei der Verwaltung einlaufen, findet die Mitarbeiterin „sehr praktisch“. So könne man schnell reagieren. 

Wilde Müllkippen in der Natur oder in der Gemeinde können online gemeldet werden.

Die Gefahr, dass der Mängelmelder genutzt wird, um Nachbarn oder unliebsame Mitbürger zu denunzieren, haben die Bearbeiter der Meldungen immer im Hinterkopf. Da neben der Tat auch Angaben zur Person gemacht und Kontaktdaten des Melders in dem entsprechenden Online-Formular angegeben werden müssen, habe man immer die Möglichkeit, persönlich nachzufragen. „Ich habe nicht den Eindruck, dass sich bislang jemand gemeldet hat, um einen Nachbarn wegen einer zu hohen Hecken anzuschwärzen“, sagt Sabrina Knappe. 

Bisher kein Nachbarschaftsstreit

Bisher hätten die Melder alle nachvollziehbare Gründe gehabt. Der Mängelmelder ist ein Modellversuch der Gemeinde. Zugrunde liegt ein Antrag der SPD-Ratsfraktion, die im Zuge einer Aufwertung des Ortskerns eine sogenannte „Dreck-Weg-App“ ins Spiel gebrachte hatte. „Die Verwaltung hat diese Alternative entwickelt und nach dem Beschluss aus der Sitzung des Bauausschusses am 16. September versichert, das Ganze nach einem halben Jahr zu überprüfen und die weitere Resonanz aus der Bürgerschaft abzufragen.“ 

Die Mitarbeiterin kann nicht ausschließen, dass an dem Online-Angebot noch Verbesserungen vorgenommen werden. Sie kann sich außerdem vorstellen – aufgrund der bisherigen Rückmeldungen –, dass, wenn sie sich etabliert, an dieser Löschung festgehalten wird.

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