Schalksmühle Schlusslicht bei freien Gewerbeflächen

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Das Gewerbegebiet Heedfeld-Süd betreibt Schalksmühle interkommunal mit der Stadt Lüdenscheid. Über freie Flächen verfügt die Gemeinde hier allerdings nicht mehr.

Schalksmühle - Die Gemeinde Schalksmühle zählt mit Kierspe und Neuenrade zu den Schlusslichtern im Märkischen Kreis, was die Verfügbarkeit von Gewerbe- und Industrieflächen betrifft.

Das geht aus dem ersten Gewerbeflächenmonitoringbericht der Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung im Märkischen (GWS) hervor, der in dieser Woche veröffentlicht wurde. 

Die sofort verfügbare Fläche wird für die Volmegemeinde mit lediglich 0,4 Hektar angegeben, Kierspe und Neuenrade haben überhaupt keine freien Grundstücke mehr. Dies gilt in allen drei Kommunen auch für mittelfristig verfügbare sowie Optionsflächen. In Kierspe laufen bereits konkrete Planungen, ein etwa drei Hektar großes Areal in Rönsahl zu entwickeln, um so zumindest für eine temporäre Marktentspannung sorgen zu können. Auch in Schalksmühle hat die Verwaltung den Bedarf an neuen Gewerbeflächen längst erkannt und bemüht sich deshalb gemeinsam mit Lüdenscheid, Halver und Nachrodt-Wiblingwerde um die Ausweisung eines neuen interkommunalen Gewerbegebietes im Bereich der Autobahn-45-Anschlussstelle Lüdenscheid-Nord. 

Das Verfahren befindet sich allerdings noch in einem frühen Stadium. Derzeit sind die Kommunen in Gesprächen mit der Bezirksregierung Arnsberg darum bemüht, mögliche geeignete Flächen zu finden und diese auf ihre Machbarkeit hin zu überprüfen. Der sogenannte Suchraum ist dabei noch sehr groß, umfasst auf Schalksmühler Gemeindegebiet praktisch das komplette Höhengebiet. Eventuell noch bis zum Sommer hofft die Gemeindeverwaltung erste Ergebnisse präsentieren zu können. Die anderen drei am Projekt beteiligten Kommunen verfügen allesamt noch über freie Gewerbe- und Industrieflächen. Nachrodt-Wiblingwerde weist 1,2 Hektar aus, Lüdenscheid 5,13 Hektar und Halver 4,42 Hektar. 

Für ihre Größe sieht die Stadt im Grünen mit diesem Flächenangebot derzeit sehr gut aus, obwohl Halver zwischen 2014 und 2016 mit mehr als elf Hektar schon die Kommune mit dem größten Flächenumsatz im Märkischen Kreis war. Für Schalksmühle als Nachbargemeinde fällt dieser Wert mit 0,42 Hektar (eine Gewerbefläche) deutlich geringer aus. Hinzu kommen in diesem Zeitraum zwei privat verkaufte Gewerbeflächen mit einer Gesamtgröße von 0,91 Hektar. Im kompletten Märkischen Kreis wurden von 2014 bis 2016 knapp 54 Hektar, die in kommunalem Besitz waren, veräußert. Hinzu kommen gut 12 Hektar privat veräußerte Gewerbeflächen. 

Von der GWS wird die ungleiche Verteilung der verfügbaren Flächen – Spitzenreiter ist Altena mit mehr als 26 Hektar – als problematisch angesehen. „Kommunen wie Altena und Meinerzhagen, als Standorte interkommunaler Gewerbeparks, verfügen über ausreichende Flächenreserven. Auch Halver zählt aufgrund aktueller Verfügbarkeit im Gewerbegebiet Susannenhöhe zu den Spitzenreitern. Dem gegenüber stehen viele Kommunen mit einem nur unzureichenden Angebot“, heißt es im Monitoringbericht.

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