Der neue Schinderhannes wird kleiner

Marion Stamm hat alle Hände voll zu tun. Nach einem langen Arbeitstag beginnt ihr Leben als Gastronomin. Daher wird das Restaurant Schinderhannes verkleinert und an der Bahnhofstraße neu eröffnet.

Schalksmühle - Es geht einfach nicht mehr. Marion Stamm ist am Ende ihrer Kräfte angekommen. Die Inhaberin des Schinderhannes wird das Restaurant zum Ende des Jahres aufgegeben. Aber auf das bewährte Team müssen die Schalksmühler nicht verzichten.

„Der Vertrag für die Räume an der Worthstraße läuft aus und wir werden ihn nicht verlängern“, erklärte Stamm. Sie sei nur im Nebenerwerb Gastronomin und habe noch einen anderen Vollzeitjob. „Das geht einfach nicht. Das Ganze ist zu groß. Das kann man so nicht schaffen“, sagt Stamm. Das Problem sei also nicht, dass es zu wenig zu tun gäbe, sondern genau das Gegenteil ist der Fall.

„Ich mag meine Gäste und ich mag die Gastronomie. Daher werden wir auch auf jeden Fall weiter machen. Aber in kleinerer Form“, versprach Stamm. Die Vorbereitungen für einen Umzug laufen schon. Derzeit wird umgebaut. Denn den Schinderhannes wird es künftig an der Bahnhofstraße geben. Bezogen wird das kleine Fachwerkhaus neben dem Hotel Zur Post, in dem Björn Uffelmann derzeit seine Schreinerei-Werke ausstellt. Uffelmann ist der Lebensgefährte von Marion Stamm. „Dass der Schinderhannes dort einzieht, bedeutet natürlich nicht, dass ich meine Schreinerei aufgebe. Nur die Ausstellung verschwindet vorerst“, erklärt Uffelmann.

Den „neuen“ Schinderhannes werden sie gemeinsam betreiben. In mühevoller Kleinarbeit wird das kleine Fachwerkhaus nun so umgebaut, dass dort bald Feste in urig-gemütlichem Ambiente gefeiert werden können. „Es wird halt alles etwas kleiner und somit leichter für uns zu bewirtschaften“, erklärte Stamm. Maximal 20 Personen werden dort Platz finden. In den jetzigen Räumen an der Worthstraße sind es noch 80 Plätze. „Das ist schon eine ganz andere Größenordnung. Aber allein die Küche würde solchen Dimensionen nicht mehr gerecht werden können“, so die Inhaberin. Denn für eine Küche in so einem Ausmaß sei in dem kleinen Häuschen gar kein Platz. Aber genau in der Enge liege der Reiz. Die beiden Gastronomen versprechen sich von dem Umzug noch mehr Gemütlichkeit und vor allem einen Umfang, den sie trotz ihrer Berufe noch gut bewältigen können. „Wenn das gut läuft, ist nicht ausgeschlossen, dass wir noch erweitern und beispielsweise auch morgens und mittags öffnen“, betonte Stamm.

Der neue Schinderhannes wird am 1. April eröffnet. Für die Vereine und Gruppen, die sich regelmäßig dort treffen, wird es bereits ab dem 1. Januar eine Übergangslösung geben. Was mit den alten Räumen an der Worthstraße passiert, ist unklar. Einen Nachmieter scheint es bislang nicht zu geben. - lm

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