Rat sagt „Ja“ zum Demographieworkshop

Im kommenden Jahr soll es einen Demographieworkshop geben. Das hat der Rat in seiner Sitzung am Montag beschlossen.

SCHALKSMÜHLE ▪ Im kommenden Jahr soll es einen Demographieworkshop geben. Das hat der Rat in seiner Sitzung am Montag beschlossen. Einstimmig – bei vier Enthaltungen. Denn die FDP zeigte sich skeptisch. Im Sommer scheiterte der erste Versuch.

Nun soll also doch ein Workshop für die Mitglieder des Ausschusses für Senioren, Soziales und Demographische Entwicklung stattfinden. Und den lässt sich die Gemeinde 3500 Euro kosten – soviel ist im Haushalt dafür bereitgestellt. Die Fraktionschefs sendeten größtenteils positive Signale: „Wir werden uns unserer Größe entsprechend beteiligen“, sagte Klaus Nelius, Fraktionschef der UWG. Er habe sich in Gesprächen davon überzeugen lassen, den Workshop stattfinden zu lassen. Gleichzeitig mahnte er an: „Die Ergebnisse müssen dann aber auch in die Tat umgesetzt werden. Und wer macht das?“ Da nützten dann die tollsten Pläne nicht – auch nicht ohne entsprechende „großzügige Spender.“

Fraktionschef Lutz Schäfer betonte, dass die SPD diese Hilfestellung möchte – wenn denn kein Boykott durch Nicht-Unterstützer zustande komme. Davon fühlte sich offensichtlich FDP-Fraktionschef Jürgen Ebert angesprochen und erwiderte: „Ja, ich bin einer der Skeptiker.“ Und deshalb enthalte sich seine Fraktion auch. So kam es dann, dass sich der Rat einstimmig – bei vier Enthaltungen – für einen Demographie-Workshop aussprach.

Rückblick: Ein erster Versuch scheiterte im Sommer mangels Teilnehmern. Damals hatten die Mitglieder des Ausschusses für Senioren, Soziales und Demographische Entwicklung bereits den Entschluss gefasst, sich durch einen Experten Hilfe zu holen.

Sie luden daher den freien Journalisten und „Demographie-Trainer“ Dr. Winfried Kösters ein, der auch für die Bertelsmann-Stiftung tätig ist. Er empfahl damals, vorab keine Schwerpunkte festzulegen, sondern diese erst im Laufe des eintägigen Workshops zu entwickeln. Das gilt es, nun im kommenden Jahr erneut anzupacken.

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