Zum Tag der Deutschen Einheit

Schalksmühle und Ruhla: Wo die Einheit gelingt

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Olaf Bühren (stellvertretender Wehrleiter), Bürgermeister Jörg Schönenberg, Ruhlas Bürgermeister Gerald Slotosch, Wehrleiter Dirk Kersenbrock, Matthias Kleinsimon (Stadtbrandmeister Ruhla) und Falk Braun, Kreisbrandmeister für den Kreisbrandabschnitt III Wartburgkreis, – von links – bei der Übergabe eines Apfelbäumchens für die Gemeinde.

Schalksmühle - Bei allen Problemen, die die „Wende“ mit sich brachte und bringt – eine Freundschaft bleibt unverändert bestehen: die Städtepartnerschaft zwischen Schalksmühle und Ruhla in Thüringen. Eine Delegation war jetzt an der Volme zu Gast, um sich den Ort auf vielen Stationen anzuschauen – und natürlich gemeinsam mit ihren Gastgebern den Tag der Deutschen Einheit zu feiern.

Bereits am Mittwoch hieß Bürgermeister Jörg Schönenberg eine fünfköpfige Delegation aus der Kleinstadt im Thüringer Wald in Schalksmühle willkommen. Neben Bürgermeister Dr. Gerald Slotosch nahmen Stadtrat Ralf Ittermann mit seiner Lebensgefährtin, Stadtbrandmeister Matthias Kleinsimon und Falk Braun, Kreisbrandmeister für den Kreisbrandabschnitt III Wartburgkreis, an dem Besuch der Thüringer im Sauerland teil. 

Schon am Ankunftstag stand für die Gäste mit der Besichtigung der Kleindrescheider Milchvieh GbR eine erste Informationsveranstaltung an. Carsten Geßler führte die Delegation durch den hochmodernen Milchviehbetrieb mit 240 Kühen und erklärte die Abläufe. Über den achtsamen Umgang mit den Tieren, die Sensortechnik an den Halsbändern, die Melkroboter, die automatische Fütterung und die Gülleablagerung erfuhr die Gruppe Wissenswertes. Ziel der Besichtigungstour durchs Höhengebiet, die sich am Feiertag anschloss, war ein Besuch der Löschgruppe Hülscheid der Freiwilligen Feuerwehr, den beide Bürgermeister zu kurzen offiziellen Statements und der Überreichung eines originellen Gastgeschenks in Form eines Apfelbaums aus Thüringen nutzten. 

Gedenktag "mal anders"

Die Idee, die gegenseitigen Besuche zum Tag der Deutschen Einheit „anders“ zu gestalten, habe sein Amtskollege Gerald Slotosch beim Vorjahresbesuch in Ruhla gehabt, erklärte Jörg Schönenberg bei der Zusammenkunft im Gerätehaus an der Spormecke. Nach dem damaligen Stadtrundgang durch Ruhla sei in diesem Jahr bewusst das Höhengebiet für eine Besichtigung ausgewählt worden. „Wir haben die Schwerpunkte neu gesetzt“, meinte der Bürgermeister mit Blick auf die Bereiche Kultur, Tourismus und Feuerwehr, über die die Partnerschaft weiter gefestigt werden soll. 

Die Teilnahme der Wehrleitung in Person von Dirk Kersenbrock und Olaf Bühren, aller ehemaligen Wehrleiter und der stark vertretenen Einheit zeige, wie wichtig den Schalksmühlern die Partnerschaft ist. Detailliert informierte Dirk Kersenbrock die Gäste anschließend über die Organisation der Feuerwehr in NRW und speziell die Arbeit vor Ort. Auf die Stärke der örtlichen Einheiten und anstehende Aufgaben wie den Umbau des Feuerwehrgerätehauses in Winkeln ging er ein. Auch den Fall der Mauer riss Schönenberg in seiner Rede an. „Es war eine friedliche Revolution“, erklärte er. 

Ohne Probleme unter den Tisch zu kehren, meinte er: „Wenn wir uns gemeinsam auf den Weg machen, können wir viel mehr erreichen.“ Freundschaftliches Miteinander sensibilisiere für die Probleme des anderen. „Brücken zueinander zu bauen ist unsere wichtigste Aufgabe“, betonte auch Gerald Slotosch, der es mit Martin Luther und seinem berühmten Ausspruch „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“ hielt und Jörg Schönenberg einen Apfelbaum überreichte. „Das ist das, was Einheit ausmacht.“ 

Zum Abschluss in die "grüne Firma"

Von der Spormecke ging’s für die Delegation weiter ins Freilichtmuseum Hagen. Abgerundet wurde das Programm am Freitag durch eine Besichtigung der Firma Spelsberg. Mit der Firmengeschichte, der Unternehmenskultur und -philosophie machte eingangs Geschäftsführer Holger Spelsberg bekannt. Alle Unternehmensbereiche erkundeten die Gäste bei der anschließenden Betriebsbesichtigung: angefangen bei der Produktentwicklung bis hin zur Kommissionierung. Als „grüne Firma“, die sich für Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung einsetzt, lernten die Thüringer das heimische Unternehmen kennen.

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