Primusschule: Tendenz geht zum Neubau

Klare Achsen sollen Orientierung bieten. Zudem wird dadurch eine bessere Flächennutzung möglich. - Pläne: Gemeinde Schalksmühle

Schalksmühle - Umbau oder Neubau? Welche Vorteile gibt es und wie ist das realisierbar? Fragen über Fragen. Doch so langsam nimmt der dritte Bauabschnitt der Primusschule Formen an. Nach der ersten öffentlichen Vorstellung der Machbarkeitsstudie im Hauptausschuss geht die Tendenz klar zum Neubau.

Der erste Bauabschnitt ist gerade erst beendet, die Arbeiten an dem zweiten laufen noch auf Hochtouren und nun nimmt der letzte Abschnitt ebenfalls schon langsam Formen an. Die Planungen schreiten voran. Im Hauptausschuss konnte Ralf Bechtel, Leiter des Fachbereichs Bauen und Planen, erstmals öffentlich eine Machbarkeitsstudie zu einem möglichen Neubau präsentieren. Ausgearbeitet wurde diese von den Experten des Architekturbüros FUN aus Herford unter Beteiligung von Schulleitung und Schulentwickler Achim Körbitz.

Intern wurden die Ergebnisse der Studie bereits Anfang September dem Lenkungskreis Primusschule sowie den Mitgliedern des Bau- und Planungsausschusses und des Ausschusses Kinder, Jugend, Schule präsentiert.

Städtebauliche und pädagogische Vorteile eines Neubaus

„Der mit dem Neubau zwangsläufig verbundene Abriss des Bestandsgebäudes und der Hausmeisterwohnung eröffnet für die Planungen neue Gestaltungsansätze, die im Ergebnis doch viele Vorteile bergen – und das nicht nur finanziell“, erklärte Bechtel. Denn auch städtebaulich und vor allem pädagogisch habe ein Neubau einen gewissen Charme.

Etwa 180 000 Euro teurer sei ein Neubau im Vergleich zu einem Umbau. „Das klingt zunächst einmal viel. Aber die Vorteile sind entscheidend und letzlich würde sich laut Folgekostenprognose zur Machbarkeitsstudie der Neubau bereits nach der Hälfte der Nutzungsdauer amortisieren“, betonte Bechtel. Natürlich seien das erst einmal nur Berechnungen, die auf der Grundlage der aktuellen Vorplanungen erfolgen, dennoch werde eines deutlich: Vieles würde durch einen Neubau leichter.

Schutz vor äußeren Einflüssen

Städtebaulich würde die Schule nach den neuen Plänen beispielsweise unmittelbar an die Straße Löh grenzen und dadurch deutlich mehr Präsenz erhalten. Auch die Eingangssituation und die Orientierung würden so verbessert. Für die Schüler sei vor allem die Verlagerung des Schulhofs ein großer Vorteil. Dieser sei dann nämlich in die Schule eingebettet und vor äußeren Einflüssen geschützt. „Zudem kann so zusätzlich die Fläche der vorhandenen Feuerwehrzufahrt mit genutzt werden und auch der Schulgarten kann so viel besser als vorher mit in das schulische Geschehen eingebunden werden“, sagte Bechtel.

Verwinkeltes Gebäude bereitet jüngeren Schülern aktuell Probleme

Besonders betont wurden die pädagogischen Aspekte des Neubaus. Das bisher extrem verwinkelte Gebäude bereite gerade jüngeren Schülern oft Probleme. Ein Neubau biete durch klare Achsen direkte und kürzere Laufwege, wodurch eine bessere Orientierung möglich sei.

Zudem werde unter anderem eine vollständige Barrierefreiheit innerhalb des gesamten Gebäudekomplexes einschließlich Grundschule erreicht, was bei einem Umbau unmöglich sei. Bei einem Umbau wäre außerdem die Mensa ein Durchgangsraum für den oberen Teil des Gebäudes. „Essen in einer Art Flur ist einfach nicht gut“, sagte Bechtel.

Ebenfalls für einen Neubau spricht die leichtere Bewirtschaftung. So erlaube beispielsweise die Anordnung der Küche eine einfachere Anlieferung. Zudem würden sich im gesamten Komplex energetische Einsparpotenziale ergeben und auch die Unterhaltung könne effizienter bewerkstelligt werden.

Entwurfsplanung für größere Kostensicherheit

Bisher befürworten Politiker, Verwaltung und Lenkungskreis daher die Variante Neubau. Im nächsten Schritt würde eine Entwurfsplanung in Auftrag gegeben, um größere Kostensicherheit zu erlangen. Über die Beauftragung entscheiden die Mitglieder des Rats in ihrer nächsten Sitzung am Montag. Dann wird auch die Machbarkeitsstudie noch einmal detailliert vorgestellt. Die Sitzung ist öffentlich und beginnt um 16 Uhr im Ratssaal.

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