Awo Schalksmühle: Nachwuchs dringend gesucht

+
Rund 25 Mitglieder des Awo-Ortsvereins Schalksmühle trafen sich am Samstagmorgen zum traditionellen Frühstück unter dem Motto „Gemeinsam statt einsam“.

Schalksmühle - Zum ersten Mal nach dem Tod der langjährigen Vorsitzenden des Awo-Ortsvereins Schalksmühle, Eleonore Zumdick, trafen sich am Samstag rund 25 Mitglieder des Sozialverbands zum Frühstück im Feuerwehrgerätehaus Schalksmühle.

Die Gäste verbrachten zwei gemütliche Stunden; doch auch die Nachfolge im Vorstand und die Zukunft des Ortsvereins insgesamt waren Thema.

Wie es an der Spitze weitergehen könnte, ist immerhin schon absehbar: Uwe Giese, der Sohn der derzeitigen zweiten Vorsitzenden Renate Giese, wird bei der Jahreshauptversammlung am 9. März als Vorsitzender kandidieren. Bis dahin wird Renate Giese dieses Amt ausüben; sie hatte nach Zumdicks Tod vor vier Wochen kommissarisch den Vorsitz übernommen.

Eleonore Zumdick, die gut 22 Jahre Vorsitzende der Schalksmühler Arbeiterwohlfahrt war und im vergangenen Jahr ihren 80. Geburtstag feierte, wollte das Amt zur Jahreshauptversammlung ohnehin niederlegen, berichtete die zweite Vorsitzende. Aber natürlich habe ihr Tod eine Lücke gerissen.

Finanzielle Aufgaben übernommen

Seitdem hat Renate Giese – unterstützt durch Heinz Zumdick, den Ehemann der Verstorbenen – vor allem die finanziellen Aufgaben der Vorsitzenden übernommen: Sie verwaltet beispielsweise die Mitgliedsbeiträge und zahlt die Miete für die Räume im Gerätehaus.

Ein größeres Problem als die Frage der Nachfolge ist offenbar der Mitgliederschwund im Laufe der vergangenen Jahre. „Der Ortsverein hat derzeit 53 Mitglieder“, berichtete Renate Giese im Gespräch mit unserer Zeitung. Vor vier Jahren seien es noch 74 gewesen. Der Rückgang sei durch Austritte, aber auch den Tod einiger Mitglieder zu erklären – eine Entwicklung, mit der aktuell sehr viele Vereine zu kämpfen hätten.

Das zeigt auch ein Blick auf die Altersstruktur der Schalksmühler Awo: Das jüngste aktive Mitglied ist bereits Ende 50, viele sind aber auch schon mehr als 80 oder sogar 90 Jahre alt. Nur unter den passiven Mitgliedern seien einige jüngere Männer und Frauen.

Wunsch nach jüngeren Mitgliedern

„Ich wünsche mir, dass junge Leute dazustoßen und unsere Angebote nutzen“, sagte Renate Giese. Zu diesen Angeboten gehört das Frühstücksbuffet unter dem Motto „Gemeinsam statt einsam“, das Klaudia Gogolin und Margrit Potrafke an jedem dritten Samstag im Monat im Feuerwehrgerätehaus anbieten – und zwar ausdrücklich nicht nur für Awo-Mitglieder.

Die Handarbeitsgruppe des Ortsvereins trifft sich an jedem Montag von 14.30 bis 17 Uhr, mittwochs bietet die Awo von 14.30 bis 17 Uhr einen offenen Spieletreff an. Das nächste Frühstücksbuffet findet am Samstag, 19. März, von 9 bis 11 Uhr im Feuerwehrgerätehaus statt. Am selben Tag richtet die Gemeinde von 15 bis 18 Uhr – ebenfalls im Gerätehaus – einen Tanztee aus, bei dem die Awo die Bewirtung übernimmt.

Ein ganz besonderer Termin steht am 9. April im Awo-Kalender: Dann feiert der Schalksmühler Ortsverein nämlich sein 40-jähriges Bestehen.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare