Kosten für den Umbau sollen 165 000 Euro betragen

Politik bremst Spielplatz aus

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Wann der Spielplatz in Stallhaus nach der Umgestaltung nutzbar ist, steht derzeit noch nicht fest.

Schalksmühle – Der Spielplatz in Stallhaus am Falkenweg soll bekanntlich – wie zahlreiche andere Anlagen im Gemeindegebiet – aufgewertet werden.

Kosten soll der Umbau und die Ausstattung inklusive Planung durch das beauftragte Büro Bimberg 165 000 Euro. Da es bereits bei der Bereitstellung der Mittel zu Verzögerungen kam und die Corona-Krise eine Beratung der Pläne und einen Beschluss in den entsprechenden Fachausschüssen (Bau und Planung und Kinder Jugend und Schule) verhinderte, schlug die Verwaltung am Montag den Mitgliedern des Hauptausschusses vor, „die Sache zu beschleunigen“, damit auch die Ausschreibung für die Gewerke wie geplant bis Ende Juni fertig sein und verschickt werden kann. 

Mit dem Startschuss der Umgestaltung rechnete der Leiter des Technischen Bauamtes Ralf Bechtel nach den Sommerferien. Das sei aufgrund der zu erwartenden Trockenheit die beste Zeit zum Arbeiten. So könne auch in dem topografisch schwierigen Areal gut gearbeitet werden. Zudem seien dann auch bereits erste Pflanzarbeiten möglich. Er ging davon aus, dass im Frühherbst die ersten Kinder in der neuen Anlage spielen können. Der Vorschlag begründete die Verwaltung damit, dass kosten-kalkulatorisch alles im Rahme liege. Der Vergabeausschuss könne bei einer Kostenexplosion immer noch einschreiten. Zudem wolle man den Spielplatz im Sinne der Kinder bald nutzbar machen. 

Der Politik gefiel dieses schnellere Vorgehen nicht. Klaus Nelius (UWG) nannte die Devise „Gründlichkeit vor Schnelligkeit“ und argumentierte gegen den Vorschlag. Sein Mitstreiter Bernd Müller sah das etwas anders. Wenn es eine Bürgerbeteiligung gab, dann müsse man das Vorhaben auch zügig umsetzen. Man müsse es nicht immer neu durchwühlen. Auch die SPD und auch die CDU äußerten ihren Unmut. Bürgermeister Jörg Schönenberg machte im Verlauf der Diskussion einen Schritt zurück und schlug vor, im Juli in den Fachausschüssen und anschließend im Vergabeausschuss und im Rat das Thema zu beraten und einen Beschluss zu fassen.

Lutz Schäfer (SPD) sprach sich für dieses Vorgehen und für den gewohnten, demokratischen Weg aus. Mit dem Veto der Mitglieder des Hauptausschusses ist der Verwaltungsvorschlag vorerst vom Tisch. Die Folge aus dieser Entscheidung ist, dass der Spielplatz möglicherweise erst in 2021 nutzbar sein wird. Erst mit einem Beschluss aus der genannten Beratungsfolge kann die Ausschreibung erfolgen. Dies wird erst später im Jahr der Fall sein. Damit könnten die Arbeiten erst im Herbst/Winter starten – bei entsprechender Witterung.

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